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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


7. März 2011

Amalgamsanierung bei Kinderwunsch?

Leider gibt es keine gesicherten und verlässlichen Studien über die gesundheitlichen Risiken der Belastung durch Quecksilber/Amalgam, so dass ein sicherer Nachweis des gesundheitlichen Risikos bisher fehlt. Amalgam ist und bleibt umstritten!

Mit zeigender Zahl der Amalgamfüllungen zeigte sich jedoch eine steigende Quecksilberbelastung im Blut. Durch eine erhöhte Quecksilberbelastung sind Fertilitätsstörungen nicht völlig auszuschließen. Auch gibt es Hinweise auf eine erhöhte Zahl von Fehlgeburten unter hoher Quecksilberbelastung.

Aber es ist beim Thema Amalgamsanierung sehr wichtig abzuwägen, welches Risiko besteht. Denn eine derartige Behandlung ist neben hohen Kosten auch mit Schmerzen und während der Phase der Sanierung mit erhöhter Belastung durch Quecksilber verbunden. Denn gerade beim Austausch der Füllungen werden erhöhte Mengen des Stoffes frei.

Von den Kassen werden in der Regel nur die Kosten für Amalgamfüllungen übernommen. Kosten für eine Füllung (Kunststoff oder Keramik) darüber hinaus, müssen Sie selbst tragen!

Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse, sollten Sie eine Amalgamsanierung Ihrer Zähne nicht vornehmen lassen. Auch wenn Sie schwanger sind, sollten keine neuen Amalgamfüllungen gelegt werden, noch sollten vorhandene entfernt werden.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch im planBaby-Handbuch.

17. Dezember 2009

Parodontitis und Kinderwunsch

Parodontitis ist die Bezeichnung für entzündliche Erkrankungen des Zahnbettes. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird und sich nicht mehr durch herkömmliche Zahnpflege (Zähneputzen und Mundspülung) beseitigen lässt. Falls man diese Ablagerungen nicht regelmäßig entfernt, entsteht Zahnstein, die durch Zahnärzte oder Dentalhygieniker entfernt werden müssen. Es entstehen immer tiefere Zahnfleischtaschen. In ihrer extremsten Form zerstört die Parodontitis die Fasern und Knochen des Zahnhalteapparats. Unbehandelt wird der Zahn immer lockerer und fällt schließlich aus.

Weitere Risikofaktoren können sein:

– Rauchen
– Stress
– Hormonstörungen
– Stoffwechselerkrankungen, z.B. Diabetis mellitus

Ein Zusammenhang zwischen einer Parodontitis und Fertilitätsstörung besteht nicht, jedoch ergab eine US-amerikanische Studie, dass eine unbehandelte Parondontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt um das Dreifache erhöht.

Deswegen ist eine gezielte zahnärztliche Behandlung wichtig, wenn eine Parodontitis besteht. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihre Zahnärztin/Zahnarzt konsultieren.

15. Juli 2009

Die Zähne

Unsere Großmütter behaupteten noch, dass Mütter „Pro Kind einen Zahn“ verlieren, jedoch ist diese Faustregel in Zeiten modernerer zahnmedizinischer Versorgung passé. Einen Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und werdendem Leben sehen Mediziner dennoch. Allerdings wirkt sich eine Schwangerschaft nicht unbedingt negativ auf den Zustand der Zähne aus, vielmehr hat die Zahngesundheit einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit und den Verlauf einer Schwangerschaft. Hierbei stehen Parodontitis, eine Zahnfleischentzündung und Amalgamfüllungen im Mittelpunkt.

Frauen mit Kinderwunsch sollten rechtzeitig ihre Zahnärztin/ihren Zahnarzt konsultieren, dadurch können akute zahnärztliche Behandlungen, die mit Risiken wie Röntgen und der Einnahme von Medikamenten einhergehen, während der Schwangerschaft in der Regel weitgehend vermieden werden. Wenn eine Parodontitis besteht, ist eine gezielte zahnärztliche Behandlung besonders wichtig, da – wie aus Auswertungen der BabyCare-Daten hervorgeht – diese das Risiko für Frühgeburten um ca. 50% erhöhen. Auch eine zahnärztliche Untersuchung des Partners empfiehlt sich, da bei einer vorhandenen Parodontitisinfektion ein Ansteckungsrisiko besteht.

Zahnfüllungen mit Amalgam stellen die Hauptquelle der menschlichen Quecksilberbelastung dar. Eine hohe Quecksilberbelastung kann zu Fertilitätsstörungen und auch zu Fehlgeburten führen. Nach der derzeitigen Erkenntnislage sollten Sie eine Amalgamsanierung Ihrer Zähne jedoch nicht vornehmen lassen. Wenn Sie oder Ihr Partner Fertilitätsstörungen vermuten, können Sie gegebenenfalls eine Analyse des Quecksilbergehaltes im Blut oder Urin in Erwägung ziehen. Empfehlungen dazu erhalten Sie in der Auswertung Ihres planBaby-Fragebogens.