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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


16. Juni 2010

Influenza und Kinderwunsch

Influenza, auch Virusgrippe oder echte Grippe genannt, ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit.

Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemswege, des Mundes und der Augen in den Körper ein. Symptome treten nach einer kurzen Zeit auf und sind häufig Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Lichtempfindlichkeit und Kreislaufschwäche. Mögliche Komplikationen könnten eine Mittelohrentzündung, akutes Herz-Kreislauf- Versagen oder plötzlich einsetzende Lungenentzündung mit Todesfolge sein.

Bei Schwangeren können genauso leicht Viruserkrankungen auftreten wie bei nicht Schwangeren, jedoch ist die Ansteckungsgefahr noch größer, da die Immunabwehr von Schwangeren herabgesetzt ist. Normalerweise bleibt eine fieberhafte Erkältung ohne Folgen für das ungeborene Kind, allerdings ist bei einer schweren Erkältung mit hohem Fieber das Risiko einer Fehlgeburt oder vorzeitiger Wehen erhöht. Die Influenza nimmt bei Säuglingen und Kleinkindern oft einen schweren Verlauf und kann sogar zum Tod führen.

Um sich gegen den Grippevirus zu schützen, wird eine jährliche einmalige Impfung von der WHO empfohlen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und später Ihr Baby durch Impfungen vor vielen schweren und teilweise lebensbedrohenden Erkrankungen. Es ist sehr wichtig, einen vollständigen Impfschutz bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zu haben, um während der Schwangerschaft entsprechend geschützt zu sein. Denn viele Impfungen – insbesondere mit Lebendimpfstoffen – dürfen während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden.

Lesen Sie hier mehr über wichtige Impfungen in der Schwangerschaft.

22. April 2010

Radfahren kann die Fruchtbarkeit der Männer beeinflussen

Radfahren ist eine der beliebtesten Sportarten in Deutschland. Nichts desto trotz sollte man sich aber auch über die Gefahren, die das Radfahren mit sich bringt, im Klaren sein.

Langes Radfahren und falsche Sattel können bei Männern zu Problemen, wie Taubheitsgefühl im Unterleib, Erektionsstörung und Fertilitätsstörungen führen. Aber der Körper sendet Warnsignale, die der Mann aber meistens negiert.

Der Münchner Urologe Stefan Staudte gibt folgende Empfehlungen (wer entsprechende Symptome bemerkt):

1. Häufig die Sitzposition wechseln.
2. Wahl eines für die individuelle Anatomie passenden Sattels.
3. Stoßabsorbierende Elemente (gefederte Sattelstütze, Federgabel usw.) einbauen.
4. Geeignete Bekleidung.
5. Änderung der Körpergeometrie auf dem Fahrrad.

Mehr dazu finden Sie in unserem planBaby-Programm .

13. April 2010

Die wichtigsten Infektionskrankheiten des Mannes, die zu Fertilitätsstörungen führen können

Obwohl die Ursachen der Fertilitätsstörung zu 40-50 Prozent beim Mann liegen, begeben sich meistens zuerst die Frauen in eine Kinderwunschbehandlung. Bei etwa 15 Prozent aller Männer werden Fertilitätsstörungen durch Infektionen am Harn- und Geschlechtsorgan verursacht.

Am Häufigsten kommt hierbei das sogenannte Prostatitis-Syndrom vor. Diese zeichnet sich durch Schmerzen, vermehrten Harndrang und Ejakulationsschmerz aus. Eine weitere häufige Erkrankung ist die Harnröhrenentzündung, die unter anderem durch Chlamydien oder Gonorrhoe (Tripper) verursacht wird. Typische Symptome sind hierbei Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen sowie eitriger Ausfluss. Auch Entzündungen des Nebenhodens werden durch die genannten Erreger verursacht und können zu Fertilitätsstörungen beim Mann führen. Symptome für diese Erkrankung sind Schmerzen, Hodenschwellungen, Schmerzen beim Wasserlassen und Fieber.

Männer, die akut oder in den letzten Jahren an Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane litten, sollten einen Urologen aufsuchen. Das gilt auch dann, wenn Fertilitätsstörungen beim Mann vermutet werden.

11. März 2010

Methoden zur Bestimmung des Eisprungs durch die Messung der Körpertemperatur (Basaltemperatur)

Der Temperaturverlauf während des weiblichen Zyklus hat einen typischen Verlauf: Ein bis zwei Tage vor dem Temperaturanstieg kann man häufig einen leichten Temperaturabfall feststellen. Dieses Temperaturtief liegt kurz vor dem Eisprung. Hormonelle Veränderungen bewirken, dass sich die Körpertemperatur der Frau nach dem Eisprung in der zweiten Zyklushälfte um etwa 0,5 Grad erhöht.

Mit der Temperaturmessung kann man den Zeitpunkt des Eisprungs zwar nicht voraussagen, aber er lässt sich aufgrund der früheren Temperaturkurven mit einiger Wahrscheinlichkeit eingrenzen. Je mehr Zyklen hindurch gemessen wird, desto zuverlässiger wird die Aussage.

Die Messung der Basaltemperatur erfolgt am Morgen – vor dem Aufstehen, also ohne Belastung. Mit der Messung der Basaltemperatur können Sie jederzeit anfangen – am sinnvollsten ist es zu Beginn des Zyklus (am 1. Tag Ihrer Menstruation). Wichtig ist es, dass Sie die Temperatur immer mit demselben Thermometer, an derselben Stelle – und zwar im Mund, in der Scheide oder im Darm messen (unter der Achsel ist die Messung zu ungenau). Die täglichen Messwerte sollten Sie in eine Tabelle eintragen.

Achtung: Ortswechsel, Reisen, fieberhafte Erkrankungen, Medikamente (Schlafmittel, Psychopharmaka und hormonhaltige Präparate) und Alkohol können die Temperatur verfälschen.

Der Temperaturanstieg nach dem Eisprung kann als ein ziemlich sicheres Zeichen für einen Eisprung gewertet werden. Die Phase der erhöhten Temperatur dauert etwa 13 bis 14 Tage. Kurz vor Beginn der Menstruation sinkt die Temperatur wieder auf die individuelle Normaltemperatur. Die günstigste Zeit für eine Empfängnis liegt ein bis zwei Tage vor dem Anstieg der Temperatur bis zu dem Tag, an dem die Temperaturlinie von ca. 37° C überschritten wird. Wenn die Messungen richtig durchgeführt sind, kann man davon ausgehen, dass drei Tage nach erfolgtem Temperaturanstieg eine Empfängnis nicht mehr möglich ist.

Es gibt Kurse zum Erlernen der Methode. Eine erfahrene Hebamme kann Ihre Zykluskurve beurteilen und Ihnen sagen, ob sich der Eisprungtermin gut ablesen lässt oder nicht. Heutzutage werden aber auch verschiedene Thermometer zur Messung der Basaltemperatur angeboten. Einige haben einen kleinen Computer eingebaut, der für Sie die Messergebnisse interpretiert und Sie auf die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage aufmerksam macht.

Mehr zur Temperaturmessung erfahren Sie im planBaby-Handbuch.

4. März 2010

Lifestyle des Mannes und Fruchtbarkeit

Die Auswirkungen von „Lifestyle“-Gewohnheiten wie Zigarettenrauchen und Alkoholkonsum auf die männliche Fertilität sind oftmals bearbeitet worden. Der Effekt des Rauchens wird noch kontrovers diskutiert, überwiegend jedoch mit negativen Folgen für die Fertilität beurteilt. Mäßiger Alkoholgenuss hat keinen schädlichen Einfluss auf die männliche Fertilität, während exzessives Trinken zu ausgeprägten testikulären und endokrinologischen Schäden führen kann. Über die Auswirkungen von Drogenmissbrauch ist wenig bekannt, es wurden die Entwicklung einer Gynäkomastie sowie ein Absinken der Testosteronkonzentration berichtet. Viele Medikamente können die Fertilität beeinträchtigen. Am besten untersucht ist die Schädigung der Spermatogenese durch Zytostatika. Mögliche Beeinflussungen definierter Spermatozoenfunktionen sind kaum untersucht. Auch Stress kann die männliche Fertilität beeinträchtigen.

Weiterhin ist eine gute Ernährung die Grundlage einer guten Gesundheit. Wenn eine Frau sich gesund ernährt, schafft sie die notwendigen Voraussetzungen dafür, schwanger zu werden und ein gesundes Baby zu gebären. Männer die sich gesund ernähren, produzieren gesundes Sperma und bleiben sexuell leistungsfähig. Die Schwierigkeiten schwanger zu werden, können unter anderem auch auf eine unzureichende Ernährung zurückzuführen sein. Deshalb raten wir dazu, dass Paare mindestens vier Monate vor der geplanten Zeugung ihre Ernährung auf eine gesunde Vollwertige Kost umstellen sollten.

Mehr Tipps zu einer gesunden Ernährung finden Sie im planBaby-Handbuch.