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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. April 2010

Masern und Kinderwunsch

Masern gelten als eine sehr ansteckende Krankheit. Sie gehören zu den typischen Krankheiten, die meist im Kindesalter auftreten, aber auch Jugendliche und Erwachsene können betroffen sein. Masern werden durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Symptome hierbei sind Schnupfen, Husten, Fieber und Hautausschlag. Eine Maserninfektion während der Schwangerschaft tritt recht selten auf, jedoch kann es ein stark erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung oder Hepatitis für die Schwangere und das Neugeborene mit sich bringen.

Das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten und Totgeburten ist erhöht, wenn die Mutter zwischen dem 5. und 7. Schwangerschaftsmonat erkrankt. Nicht nur zum Schutz der Schwangerschaft rät das Robert-Koch-Institut Erwachsenen, die nicht gegen Masern immun sind, zu einer Impfung. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich mindestens drei Monate vor Beginn einer Schwangerschaft impfen lassen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und Ihr Baby durch einen kompletten Impfschutz. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus bereits vor dem Eintritt einer Schwangerschaft von ihrem Arzt überprüfen lassen.

31. März 2010

Was kann man bei häufigen Vaginalinfektionen tun?

Seit Jahrzehnten häufen sich die vaginalen Infektionen und man kann sich oftmals nicht davor schützen.

Auslöser für diese Infektionen können verschiedene Erreger sein, wie zum Beispiel Bakterien, Viren, Pilze oder Trichomonaden. Jeder Erreger verursacht eine spezielle Krankheit und benützt eigene Übertragungswege – aber die meisten dieser Infektionen sind heilbar, wenn der Patient rechtzeitig behandelt wird!

Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten beim Frauenarzt eine Untersuchung auf das Vorliegen einer bakteriellen Vaginose durchführen lassen. Dies gilt vor allem für Frauen mit früheren Frühgeburten. Die bakterielle Vaginose muss dann mit Antibiotika behandelt werden.

Hier noch hilfreiche Tipps:

- Waschen Sie Ihren Intimbereich mit Seifen, die keine Alkaliseife enthalten.
- Häufig wechselnde Partner wirken sich negativ auf die normale Scheidenflora aus.
- Nicht zuviel Zucker essen und auf ballaststoffreiche Nahrung achten (Hautpilze fühlen sich in zuckerreichem  Gewebe besonders wohl).
- Auf enge synthetische Kleidung verzichten.
- Milchsäurezäpfchen aus der Apotheke helfen, das gesunde saure Scheidenmillieu wieder herzustellen.
- Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte!

Haben Sie weitere Fragen, dann besuchen Sie unsere Homepage.

17. Dezember 2009

Parodontitis und Kinderwunsch

Parodontitis ist die Bezeichnung für entzündliche Erkrankungen des Zahnbettes. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird und sich nicht mehr durch herkömmliche Zahnpflege (Zähneputzen und Mundspülung) beseitigen lässt. Falls man diese Ablagerungen nicht regelmäßig entfernt, entsteht Zahnstein, die durch Zahnärzte oder Dentalhygieniker entfernt werden müssen. Es entstehen immer tiefere Zahnfleischtaschen. In ihrer extremsten Form zerstört die Parodontitis die Fasern und Knochen des Zahnhalteapparats. Unbehandelt wird der Zahn immer lockerer und fällt schließlich aus.

Weitere Risikofaktoren können sein:

- Rauchen
- Stress
- Hormonstörungen
- Stoffwechselerkrankungen, z.B. Diabetis mellitus

Ein Zusammenhang zwischen einer Parodontitis und Fertilitätsstörung besteht nicht, jedoch ergab eine US-amerikanische Studie, dass eine unbehandelte Parondontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt um das Dreifache erhöht.

Deswegen ist eine gezielte zahnärztliche Behandlung wichtig, wenn eine Parodontitis besteht. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihre Zahnärztin/Zahnarzt konsultieren.

25. November 2009

ICSI (Indikationen für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

Die ICSI ist eine Behandlungsmethode, die verheirateten Paaren hilft, die wegen einer schlechten Spermienqualität kinderlos geblieben sind, schwanger zu werden. Sinnvoll kann eine ICSI auch sein, wenn bereits eine IVF fehlgeschlagen ist.

Bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion werden Samenzellen gewonnen und ein einzelnes Spermium unter dem Mikroskop in das Zytoplasma einer Eizelle eingespritzt. Für die Auswahl des Spermiums gelten die Kriterien Beweglichkeit und Funktionalität. Nachdem die Zellteilung stattgefunden hat, werden der Frau bis zu drei Embryonen wieder eingesetzt.

Die Wahrscheinlichkeit, durch die künstliche Befruchtung ICSI schwanger zu werden, liegt je nach Anzahl der zugeführten Eizellen und abhängig vom Alter der Frau zwischen 10 und 30 Prozent.

Private Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen alle Kosten für die ICSI-Therapien, wenn die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch bei dem Privatversicherten liegt. Gesetzliche Krankenkassen genehmigen in der Regel den Zuschuss für insgesamt drei Versuche.

Lesen Sie mehr zum Thema Kinderwunschbehandlung.

11. November 2009

Fruchtbarkeit und Pille

Viele Frauen sorgen sich, dass eine jahrelange Einnahme der Anti-Baby-Pille ihren Hormonhaushalt nachhaltig durcheinander bringt und die Aussicht auf eine spätere Schwangerschaft mindert. So ist das aber meistens nicht.

Nach Absetzen der Pille tritt bei ca. 6 Prozent der Frauen die sogenannte Post-pill-Amenorrhoe auf, das Ausleiben der Menstruation, danach kommt es oft zu menstruellen Rhythmusstörungen.

Eine Schwangerschaft nach Absetzen der Pille kann sich auch verzögern, wenn Frauen die Pille früher wegen hormoneller Störungen( wie zum Beispiel Akne oder Periodenschmerzen) eingenommen haben. Diese Störungen treten mitunter nach Absetzen der Pille wieder auf und können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Auch Frauen, bei denen innerhalb der Familie z.B. Diabetes mellitus Typ II besteht, sollten zur Abklärung einen Zuckertest machen, da die Pille den Zuckerstoffwechsel beeinflussen kann.

Eine Studie der Universität Frankfurt zeigt, dass das Absetzen der Pille die Fruchtbarkeit nicht beeinträchtigt, da 613 der 652 beobachten Frauen mit Kinderwunsch, die die Pille absetzten, innerhalb weniger Zyklen ein Baby erwarteten.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt/Ärztin beraten.