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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


19. März 2012

Rheumatherapie und Kinderwunsch

Wer unter einer rheumatischen Erkrankung leidet und medikamentös behandelt wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft mit der Ärztin/dem Arzt sprechen. Bei Frauen und Männern kann durch mehrere Medikamente die Fruchtbarkeit permanent oder vorrübergehend gestört sein bzw. der Eisprung gehemmt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei Aufrechterhaltung der Therapie ein Risiko für den Fetus, bei Absetzten der Therapie aber auch ein gewisses Risiko für Mutter und den Vater bestehen kann.

Bei vielen Medikamenten existieren nur experimentelle Daten oder sogar keine bis unzureichende Untersuchungen bezüglich Schwangerschaft und Reproduktion, so dass häufig nur eine Warnung gegeben oder prophylaktisch von der Gabe bestimmter Medikamente Abstand genommen wird.

Kommt es zu einer ungewollten Schwangerschaft während einer antirheumatischen oder immunsupressiven Therapie muss mit der Ärztin/dem Arzt abgeklärt werden, wie weit die Einnahme der Medikamente in die Schwangerschaft hineinreicht, um eine Fruchtschädigung auszuschließen und das weitere Vorgehen zu planen.

Im Vorfeld einer Schwangerschaft müssen Frauen oder Männer gegebenenfalls Medikamente mehrere Wochen oder Monate vorher absetzen, um die Ovulation zu optimieren und später den Fetus nicht zu schädigen. Mit der Ärztin/dem Arzt muss in diesem Fall eine alternative Therapie abgewogen werden, um einen Schub vor oder während der Schwangerschaft zu verhindern. Bei Männern kann durch eine Kryopreservation von Sperma und bei Mädchen in der Pubertät eine Behandlung mit GnRH-Antagonisten eine spätere Infertilität verhindert werden.

Rheumatoide Arthritis an sich stellt keine Einschränkung dar, um schwanger zu werden. Im Durchschnitt verlängert sich die Wartezeit nur um 2 Monate gegenüber gesunden Frauen.

(Quelle: Vgl. Østensen, M., Antirheumatische Therapie und Reproduktion, Zeitschrift für Rheumatologie, 2006-05-08, Springer Berlin / Heidelberg, Seite 217-224.)

7. August 2011

Kinderwunsch bei Asthma!?

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die anfallsartig eine Verengung der Atemwege hervorruft. Dadurch wird besonders das Ausatmen erschwert. Dauer und Schweregrad eines Asthmaanfalls können variieren. In schlimmen aber sehr seltenen Fällen kann ein Anfall jedoch auch lebensbedrohlich sein.

Besonders Frauen neigen dazu, bei Beginn einer Schwangerschaft ihre Medikamente abzusetzen, auf Grund der Befürchtung ihr ungeborenes Kind könnte geschädigt werden. Doch wie gefährlich sind Asthmamedikamente für eine Schwangerschaft wirklich?

Fast alle Medikamente, die gegen Asthma eingesetzt werden, werden als unbedenklich betrachtet. Jedoch sollte eine schwangere Asthmatikerin durch einen Facharzt überwacht werden, um eine Optimierung der Krankheitsbehandlung zu erreichen. Weiterhin würden unbehandelte Asthmaanfälle das ungeborene Kind durchaus stärker schädigen, da sie nicht nur für die Frau selbst, sondern auch für das ungeborene Kind gefährlich sind. Bei jedem Anfall sinkt der Sauerstoffgehalt des Blutes, worauf das werdende Kind sehr empfindlich reagiert. Sauerstoffmangel kann zu Schwangerschaftskomplikationen, zu einer verzögerten kindlichen Entwicklung und zu Fehlbildungen führen.

20. Juli 2011

Kinderwunsch bei regelmäßige Medikamenteneinnahme

Wenn Paare Eltern werden wollen und gleichzeitig chronische Krankheiten vorliegen, bei denen regelmäßig eine Medikamenteneinnahme erforderlich ist, muss einiges beachtet werden.

Manche Medikamente haben einen negativen Einfluss auf die Libido, die Erektions- und Ejakulationsfähigkeit, was bedeutet, dass der betroffene Partner möglicherweise wenig Lust auf Sex hat. Dies trifft auf einige Präparate gegen Bluthochdruck sowie einige Krebsmittel zu.

Bestimmte Medikamente, z.B. einige Antibiotika, Opiate und einige Mittel gegen Epilepsie können die Qualität der Spermien beeinträchtigen.

Besonders wichtig ist, dass Frauen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme mit ihrem betreuenden Arzt klären, ob sie schwanger werden dürfen. Denn nicht wenige Medikamente haben eine schädigende Wirkung auf den Embryo. Das gegen rheumatische Erkrankungen eingesetzte Mittel Methotrexat (MTX) darf weder von der Frau noch vom Mann verwendet werden, wenn Kinderwunsch besteht. Die Karenzzeit beträgt drei Monate nach der letzten Verwendung.

Das planBaby-Handbuch enthält Listen, bei welchen Medikamenten bzw. Präparategruppen Probleme mit dem „Schwanger werden“ auftreten können.

Weiterführende Links:

PlanBaby Programm

16. Juni 2010

Influenza und Kinderwunsch

Influenza, auch Virusgrippe oder echte Grippe genannt, ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit.

Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemswege, des Mundes und der Augen in den Körper ein. Symptome treten nach einer kurzen Zeit auf und sind häufig Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Lichtempfindlichkeit und Kreislaufschwäche. Mögliche Komplikationen könnten eine Mittelohrentzündung, akutes Herz-Kreislauf- Versagen oder plötzlich einsetzende Lungenentzündung mit Todesfolge sein.

Bei Schwangeren können genauso leicht Viruserkrankungen auftreten wie bei nicht Schwangeren, jedoch ist die Ansteckungsgefahr noch größer, da die Immunabwehr von Schwangeren herabgesetzt ist. Normalerweise bleibt eine fieberhafte Erkältung ohne Folgen für das ungeborene Kind, allerdings ist bei einer schweren Erkältung mit hohem Fieber das Risiko einer Fehlgeburt oder vorzeitiger Wehen erhöht. Die Influenza nimmt bei Säuglingen und Kleinkindern oft einen schweren Verlauf und kann sogar zum Tod führen.

Um sich gegen den Grippevirus zu schützen, wird eine jährliche einmalige Impfung von der WHO empfohlen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und später Ihr Baby durch Impfungen vor vielen schweren und teilweise lebensbedrohenden Erkrankungen. Es ist sehr wichtig, einen vollständigen Impfschutz bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zu haben, um während der Schwangerschaft entsprechend geschützt zu sein. Denn viele Impfungen – insbesondere mit Lebendimpfstoffen – dürfen während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden.

Lesen Sie hier mehr über wichtige Impfungen in der Schwangerschaft.

2. Juni 2010

Diphtherie und Kinderwunsch

Wenn Sie sich ein Kind wünschen, sollten Sie mindestens drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Impfpass überprüfen lassen und fehlende Impfungen noch rechtzeitig nachholen, denn während einer Schwangerschaft besteht die Gefahr, das Viren und Bakterien von der Mutter über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergehen und somit das Kind schädigen.

Zu den wichtigesten Impfungen gehören Mumps, Masern und Röteln, Windpocken, Keuchhusten, aber auch Tetanus und Diphterie.
Diptherie ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Speicheltröpfchen aber auch durch Schmierinfektion übertragen wird.
Nur ca. 50 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland haben einen ausreichenden Immunschutz.
Symptome für eine Erkrankung an Diphterie sind zum Beispiel Halsschmerzen, Fieber, Schluckbeschwerden und Lymphknotenschwellung.
Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Herzmuskelschäden und zu Nervenlähmungen kommen.
Kommt es während einer Schwangerschaft zu einer Erkrankung mit Diphterie, kann dieses zu Fehlbildungen beim Neugeborenen führen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und Ihr Kind.