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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. Juni 2010

Poliomyelititis

Die Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist eine hoch ansteckende meldepflichtige Viruserkrankung, die aus dem Rachensekret oder dem Stuhl von infizierten Menschen übertragen wird. Die Übertragung kann einerseits durch Tröpfchen-Infektion erfolgen (Sprechen, Niesen, Husten), andererseits auch durch Kontakt mit infizierten Gegenständen wie etwa Windeln (Schmierinfektion).

In mehr als 95 Prozent aller Fälle sind die Symptome so gering, dass die Infektion unbemerkt bleibt. In den restlichen Fällen kann die Kinderlähmung einen unterschiedlich schweren Verlauf nehmen. Im Allgemeinen befallen die Viren die muskelsteuernden Nervenzellen des Rückenmarks, so dass Betroffene unter Lähmungserscheinungen vor allem im Bereich der Schultern und in den Beinen leiden und sogar daran sterben können.

Nachgewiesen werden die Poliomyelititis am besten über Stuhlproben.

Risiken für das Schwangere und das Neugeborene können die erhöhte Früh-, Fehl- und Totgeburt sein.

Nach der Grundimmunisierung im Säuglingsalter erfolgt eine Auffrischung zwischen dem 11. und 18. Lebensjahr. Danach nur noch bei Reisen in Endemiegebiete.

Aufgrund flächendeckender Impfungen gilt Deutschland als Poliomyelititis frei.

16. Juni 2010

Influenza und Kinderwunsch

Influenza, auch Virusgrippe oder echte Grippe genannt, ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit.

Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemswege, des Mundes und der Augen in den Körper ein. Symptome treten nach einer kurzen Zeit auf und sind häufig Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Lichtempfindlichkeit und Kreislaufschwäche. Mögliche Komplikationen könnten eine Mittelohrentzündung, akutes Herz-Kreislauf- Versagen oder plötzlich einsetzende Lungenentzündung mit Todesfolge sein.

Bei Schwangeren können genauso leicht Viruserkrankungen auftreten wie bei nicht Schwangeren, jedoch ist die Ansteckungsgefahr noch größer, da die Immunabwehr von Schwangeren herabgesetzt ist. Normalerweise bleibt eine fieberhafte Erkältung ohne Folgen für das ungeborene Kind, allerdings ist bei einer schweren Erkältung mit hohem Fieber das Risiko einer Fehlgeburt oder vorzeitiger Wehen erhöht. Die Influenza nimmt bei Säuglingen und Kleinkindern oft einen schweren Verlauf und kann sogar zum Tod führen.

Um sich gegen den Grippevirus zu schützen, wird eine jährliche einmalige Impfung von der WHO empfohlen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und später Ihr Baby durch Impfungen vor vielen schweren und teilweise lebensbedrohenden Erkrankungen. Es ist sehr wichtig, einen vollständigen Impfschutz bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zu haben, um während der Schwangerschaft entsprechend geschützt zu sein. Denn viele Impfungen – insbesondere mit Lebendimpfstoffen – dürfen während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden.

Lesen Sie hier mehr über wichtige Impfungen in der Schwangerschaft.

12. Juni 2010

Mumps und Kinderwunsch

Mumps ist eine weltweit verbreitete, hoch ansteckende Kinderkrankheit, die durch den Virus Paramyxo ausgelöst wird.

Es gibt jedoch auch für Jugendliche und Erwachsene ein Erkrankungsrisiko.

Symptome für eine Erkrankung an Mumps sind zunächst unspezifische Krankheitszeichen wie Abgeschlagenheit und erhöhte Körpertemperatur, gefolgt vom Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, geschwollenen Wangen sowie Schmerzen beim Kauen.

Wenn ein Mann als Erwachsener oder als Kind an Mumps erkrankt ist, sollte der behandelnde Arzt immer informiert werden, da die Erkrankung im schlimmsten Fall zu einer Hodenentzündung oder zu einer Beeinträchtigung der Beweglichkeit und Bildung der Samenzellen führen kann.

Erkrankt eine werdende Mutter innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate an Mumps, so ist das Fehlgeburtsrisiko erhöht. Eine überstandene Mumpserkrankung bedeutet normalerweise lebenslang Immunität gegen den Erreger. Auch Zweitinfektionen können vorkommen, sind aber relativ selten.
Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Impfungen bei Kinderwunsch.

2. Juni 2010

Diphtherie und Kinderwunsch

Wenn Sie sich ein Kind wünschen, sollten Sie mindestens drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Impfpass überprüfen lassen und fehlende Impfungen noch rechtzeitig nachholen, denn während einer Schwangerschaft besteht die Gefahr, das Viren und Bakterien von der Mutter über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergehen und somit das Kind schädigen.

Zu den wichtigesten Impfungen gehören Mumps, Masern und Röteln, Windpocken, Keuchhusten, aber auch Tetanus und Diphterie.
Diptherie ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Speicheltröpfchen aber auch durch Schmierinfektion übertragen wird.
Nur ca. 50 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland haben einen ausreichenden Immunschutz.
Symptome für eine Erkrankung an Diphterie sind zum Beispiel Halsschmerzen, Fieber, Schluckbeschwerden und Lymphknotenschwellung.
Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Herzmuskelschäden und zu Nervenlähmungen kommen.
Kommt es während einer Schwangerschaft zu einer Erkrankung mit Diphterie, kann dieses zu Fehlbildungen beim Neugeborenen führen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und Ihr Kind.

26. Mai 2010

Keuchhusten und Kinderwunsch

Keuchhusten (Pertussis) ist eine durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöste und hoch ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die in der Regel mehrere Wochen bis Monate andauert. Sie ist gekennzeichnet durch quälende Hustenattacken. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind die Symptome häufig untypisch, da es unauffälliger Husten, wie z. B. bei einer Erkältung sein kann, so dass die Diagnose oftmals erschwert ist.

Besonders gefährlich kann die Erkrankung im frühen Säuglingsalter werden, da die Säuglinge keinen ausreichenden Immunschutz besitzen und in diesem Alter meist kein typischer Husten auftritt. So kann dieses zu lebensbedrohlichen Atemstillständen führen.
Die Hauptgefahr besteht in der Infektion von Neugeborenen und Säuglingen. Aus diesem Grund ist es für Frauen mit Kinderwunsch besonders wichtig ihren Immunstatus in Bezug auf Keuchhusten überprüfen zu lassen. Neben der Schwangeren oder Mutter sollten auch Personen, die einen engen Kontakt zum Säugling haben, ihren Immunschutz überprüfen lassen.
Bei schwangeren Frauen kann durch die heftigen Hustenstöße eine Fehlgeburt ausgelöst werden.
Weder eine Erkrankung noch die Impfung als solche hinterlassen eine lebenslange Immunität, was zur Folge haben kann, dass erkrankte Erwachsene die Säuglinge anstecken, die noch keinen Impfschutz haben.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und später Ihr Baby durch eine Impfung.