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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


26. Mai 2010

Keuchhusten und Kinderwunsch

Keuchhusten (Pertussis) ist eine durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöste und hoch ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die in der Regel mehrere Wochen bis Monate andauert. Sie ist gekennzeichnet durch quälende Hustenattacken. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind die Symptome häufig untypisch, da es unauffälliger Husten, wie z. B. bei einer Erkältung sein kann, so dass die Diagnose oftmals erschwert ist.

Besonders gefährlich kann die Erkrankung im frühen Säuglingsalter werden, da die Säuglinge keinen ausreichenden Immunschutz besitzen und in diesem Alter meist kein typischer Husten auftritt. So kann dieses zu lebensbedrohlichen Atemstillständen führen.
Die Hauptgefahr besteht in der Infektion von Neugeborenen und Säuglingen. Aus diesem Grund ist es für Frauen mit Kinderwunsch besonders wichtig ihren Immunstatus in Bezug auf Keuchhusten überprüfen zu lassen. Neben der Schwangeren oder Mutter sollten auch Personen, die einen engen Kontakt zum Säugling haben, ihren Immunschutz überprüfen lassen.
Bei schwangeren Frauen kann durch die heftigen Hustenstöße eine Fehlgeburt ausgelöst werden.
Weder eine Erkrankung noch die Impfung als solche hinterlassen eine lebenslange Immunität, was zur Folge haben kann, dass erkrankte Erwachsene die Säuglinge anstecken, die noch keinen Impfschutz haben.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und später Ihr Baby durch eine Impfung.

19. Mai 2010

Windpocken und Kinderwunsch

Die Windpocken (Varizellen) sind eine weltweit verbreitete, sehr ansteckende Viruserkrankung, die durch den Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Übertragen wird diese Viruserkrankung durch Tröpfcheninfektion. Gekennzeichnet ist diese durch einen bläschenförmigen Hautausschlag. Symptome für eine Erkrankung an Windpocken sind Fieber und stark juckender Hautausschlag.

Mögliche Komplikationen können bakterielle Hautinfektionen mit späterer Narbenbildung oder Entzündungen des Mittelohrs, der Lungen, der Gelenke oder der Hirnhaut sein.

Über 90% aller Kinder erkranken bis zum 14. Lebensjahr daran und sind dann für den Rest ihres Lebens immun.

Infiziert sich eine Schwangere mit Windpocken, kann das ungeborene Kind schwere Schädigungen davontragen. Bei einer Infektion, die innerhalb der ersten vier bis fünf Schwangerschaftsmonate stattgefunden hat, kann es zu Fehl- oder Frühgeburten kommen, einige der Neugeborenen weisen auch ein zu geringes Geburtsgewicht auf. Gefährlich sind Windpockeninfektionen, wenn sie um den Geburtstermin herum erfolgen, etwa ein Drittel der Neugeborenen sterben ohne Behandlung.

Da es sich bei der Windpockenimpfung um einen Lebendimpfstoff handelt, wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, die Impfung möglichst drei Monate vor einer Schwangerschaft durchzuführen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und später Ihr Baby durch Impfungen.

5. Mai 2010

Tetanus und Kinderwunsch

Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine weltweit vorkommende bakterielle Infektionskrankheit, an der jährlich ungefähr eine Million Menschen erkranken. In 10 bis 20 Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung trotz Intensivtherapie tödlich. Ursache für eine Erkrankung an Tetanus ist eine äußere Verletzung, über die Bakterien in den Körper gelangen, wo sie sich vermehren und den Giftstoff Tetanospasmin produzieren, der die Übermittlung von Nervenimpulsen in den Nervenbahnen beeinträchtigt. Symptome für eine Erkrankung an Tetanus sind zuerst Krämpfe der Skelettmuskulatur, gefolgt von Kieferklemme und Krämpfen der Rachenmuskulatur.

Eine hochgradige Gefährdung existiert für Mutter und Kind bei einer Tetanus Erkrankung. Trotz Einsatz von intensivmedizinischen Maßnahmen besteht eine hohe Sterblichkeit. Wenn das Baby bereits unterwegs ist, sollten Impfungen die Ausnahme bleiben, deshalb fehlenden Schutz am besten vor Beginn einer Schwangerschaft nachholen, denn für das Ungeborene ist es sehr wichtig, dass die Mutter einen ausreichenden Impfschutz gegen Tetanus hat, da es nach der Geburt für ein paar Wochen durch die Antikörper der Mutter geschützt ist. Das Kind sollte aber ab der neunten Lebenswoche die erste eigene Tetanus-Impfung bekommen. Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und Ihr Baby durch einen kompletten Impfschutz. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus bereits vor dem Eintritt einer Schwangerschaft von ihrem Arzt überprüfen lassen.

30. April 2010

Masern und Kinderwunsch

Masern gelten als eine sehr ansteckende Krankheit. Sie gehören zu den typischen Krankheiten, die meist im Kindesalter auftreten, aber auch Jugendliche und Erwachsene können betroffen sein. Masern werden durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Symptome hierbei sind Schnupfen, Husten, Fieber und Hautausschlag. Eine Maserninfektion während der Schwangerschaft tritt recht selten auf, jedoch kann es ein stark erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung oder Hepatitis für die Schwangere und das Neugeborene mit sich bringen.

Das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten und Totgeburten ist erhöht, wenn die Mutter zwischen dem 5. und 7. Schwangerschaftsmonat erkrankt. Nicht nur zum Schutz der Schwangerschaft rät das Robert-Koch-Institut Erwachsenen, die nicht gegen Masern immun sind, zu einer Impfung. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich mindestens drei Monate vor Beginn einer Schwangerschaft impfen lassen.

Nutzen Sie die Chance und schützen Sie sich und Ihr Baby durch einen kompletten Impfschutz. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus bereits vor dem Eintritt einer Schwangerschaft von ihrem Arzt überprüfen lassen.

12. August 2009

Hepatitis

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Blutplasma, Sperma, Speichel oder Lebensmittel übertragen wird.

Unterschieden wird hierbei zwischen Hepatitis A, B, C, D und E. Bei uns sind die Typen A, B und C verbreitet, am häufigsten kommt die Hepatitis B vor. Etwa 1% der Bevölkerung ist mit diesem Virus infiziert.

Hepatitis A wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen und tritt meist als importierte Erkrankung nach einem Aufenthalt in Risikogebieten, wie Endemiegebieten (Regionen mit hoher Durchseuchung) auf. Eine Impfung gegen Hepatitis A ist zu empfehlen und kann gemeinsam mit der Impfung gegen Hepatitis B erfolgen.

Die Hepatitis B, auch Gelbsucht genannt, verursachte eine akute Leberentzündung mit langer Inkubationszeit. Die Übertragung kann durch Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Speichel (z.B. durch Sexualkontakt) erfolgen. Auch eine Übertragung während der Geburt von der Mutter auf das Kind ist möglich.

Die Gefahr einer chronischen Hepatitis ist besonders groß, wenn die Infektion im frühen Kindesalter erfolgt. Da es keine sicher zur Heilung führende Behandlung gibt, ist eine frühzeitige Impfung die einzige Möglichkeit, sich wirksam vor einer Hepatitis-B-Erkrankung zu schützen.

Die Hepatitis C ist durch die Hepatitis-C-Viren ausgelöste Infektionskrankheit beim Menschen. Sie wird in 80% der Fälle chronisch und kann zu schweren Leberschäden führen. Die Übertragung erfolgt über Blut. Eine Therapie ist in eingeschränkter Form möglich. Eine Impfung steht derzeit nicht zur Verfügung. Etwa zwei Drittel aller Infektionen verlaufen ohne Symptome, bei einem Drittel der Infizierten zeigen sich die klassischen Hepatitiszeichen wie die Gelbfärbung der Haut.

Der beste und letztlich einzig wirksame Schutz vor einer Hepatitis B ist die Impfung, die ab der Pubertät empfohlen wird. Auch vor Reisen in den Mittelmeerraum bzw. nach Südosteuropa sollten sich Frauen mit Kinderwunsch gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Denn erkrankt eine Schwangere an Hepatitis, erhöht sich das Risiko einer Früh- beziehungsweise einer Totgeburt.

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