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- Wenn Paar Eltern werden wollen - Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. September 2009

Folsäure

Frauen, die schwanger werden wollen, sollten Folsäure zu sich nehmen, da eine ausreichende Folsäureversorgung für die gesunde Entwicklung des Babys wichtig ist. Folsäure kann Fehlbildungen (spina bifida) des Ungeborenen verhindern und die Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch erhöhen. Ebenso ist das Risiko für Fehlgeburten erhöht.

Die empfohlene Tagesmenge von 400 Mikrogramm (bzw. 800 Mikrogramm bei Kinderwunsch und in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten) ist nur mit einer zusätzlichen Einnahme eines Folsäurepräparates erreichbar. Auch bei einer sehr gesundheitsbewussten Ernährung, werden die empfohlenen Mengen nicht erreicht.

Besonders bei Kinderwunsch sollten Sie frühzeitig ein geeignetes Präparat einnehmen. Denn das sogenannte Neuralrohr -die Vorstufe des zentralen Nervensystems beim Embryo- bildet sich bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen noch nicht einmal, dass sie schwanger sind. Daher sollten bereits Frauen mit Kinderwunsch, die nicht mehr gezielt verhüten, Folsäure einnehmen, um Fehlbildungen zu vermeiden. Folsäure ist in Hefe, Tomaten, Eiern, Nüssen, Sojasprossen, Kohl, grünem Blattgemüse (Salat, Spinat) und Orangen enthalten.

Sprechen Sie bei einem Kinderwunsch mit ihrer Frauenärztin über eine zusätzliche Folsäureeinnahme oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten!

Lesen mehr über wichtige Mikronährstoffe bei Kinderwunsch.

1. Juli 2009

Gewicht und Kinderwunsch

Übergewicht ist eine Volkskrankheit, da etwa jeder dritte erwachsene Bürger übergewichtig ist. Von den Frauen im gebärfähigen Alter sind allerdings mehr als die Hälfte normalgewichtig, knapp 25 Prozent haben Übergewicht und etwa jede Fünfte hat Untergewicht.

Über- und Untergewicht führen zu hormonellen Veränderungen, die zu Störungen im menschlichen Reproduktionssystem führen. Der Testosteronspiegel beim Mann verringert sich, bei der Frau hingegen erhöht sich der Androgen- und der Östrogenspiegel. Zuviel Östrogen wirkt störend auf den Zyklus, ein zu hoher Androgenspiegel kann die Reifung des Follikels erschweren. Wer normalgewichtig ist, hat die besten Chancen schwanger zu werden. Eine Reduktion des Körpergewichts lohnt sich für übergewichtige Frauen, auch wenn sie dadurch kein Normalgewicht erreicht. Frauen, die 10 Prozent ihres Körpergewichts abnehmen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden deutlich. Frauen mit starkem Untergewicht sollten ihre Ernährung verbessern, um wenigstens in die Nähe des Normalgewichts zu gelangen. Eventuell vorliegende Essstörungen sollten ärztlich diagnostiziert und behandelt werden. Der Partner sollte ebenfalls auf sein Gewicht achten, da sich Übergewicht auch bei Männern negativ auf die Fertilität auswirken kann.

Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten eine Ernährunsgberatung sowie Ernährungskurse an. Fragen Sie einfach bei Ihrer Krankenkasse nach oder machen Sie hier bei uns Ihren Ernährungscheck.