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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


4. November 2010

Kennen Sie Ihr Diabetesrisiko?

Jeder Mensch hat mit zunehmendem Alter ein steigendes Risiko an Diabetes mellitus (Typ 2) zu erkranken. Mit Hilfe des Fragebogens planBaby – Profil und Analyse – kann anhand gewisser Risikofaktoren bestimmt werden, welches persönliche Diabetesrisiko bei Ihnen vorliegt und ob Sie ggf. mit Ihrem Arzt darüber sprechen sollten.

Wenn bei Ihnen bereits Diabetes diagnostiziert wurde, ist es wichtig, dass der Stoffwechsel vor der Schwangerschaft optimal eingestellt wird.

Mehr Informationen hierzu und zum Thema “späte Schwangerschaft” bietet Ihnen unser Ratgeber planBaby.

25. September 2010

Chemikalien

Wie im Fachblatt Human Reproduction veröffentlicht, fanden dänische und kalifornische Wissenschaftler heraus, dass sich Chemikalien, wie sie unter anderem in Verpackungen für Lebensmittel verwendet werden, unfruchtbar machen könnten.

Insgesamt wurden 1240 Frauen in einem frühen Schwangerschaftsstadium Blut abgenommen und auf verschiedene Chemikalien untersucht (Konzentration der sogenannten Perfluoroktansäure oder Perfluoroktansulfonsäure). Je nach Konzentration der Chemikalien im Blut wurden die Schwangeren in vier Gruppen geteilt und gefragt, wie lange es gedauert habe, bis sie schwanger wurden. Frauen mit einem besonders hohen Gehalt an den Chemikalien haben deutlich länger gebraucht schwanger zu werden. Bis zu zweimal häufiger wurden Frauen mit hoher PFOA- oder PFOS-Konzentration als unfruchtbar eingestuft. Das führen die Wissenschaftler auf eine Störung des Hormonhaushaltes zurück der durch die genannten Stoffe ausgelöst werden könnte.

Es gibt zwar wenig sichere Erkenntnisse über Chemikalien im Beruf und im Haushalt und deren Einfluss auf die Fruchtbarkeit aber es zeigt sich, dass einige Chemikalien Einfluss auf den Hormonhaushalt des Körpers haben.

Bei akutem Kinderwunsch sollten Sie daher zumindest im Haushalt den regelmäßigen Umgang mit Chemikalien (Lacke, Kleber, Insekten- und Holzschutzmittel) meiden.

Mehr dazu erfahren Sie auch in Ihrem planBaby-Handbuch.

2. September 2010

Zyklusstörungen – Blutungsanomalien

Alle Abweichungen von der normalen Regelblutung werden als Blutungsanomalien bezeichnet und die Ursachen dafür können vielfältig sein: hormonelle Veränderungen, Organveränderungen, Stoffwechselerkrankungen, Hormon produzierende Tumoren, genetischen Fehler.

Man unterscheidet zwei Gruppen:
1. Rhythmusstörungen (bei denen die Abstände der einzelnen Blutungen gestört sind)

  • Oligomenorrhoe Bei dieser Form der Blutungsstörung tritt die Regelblutung zu selten auf, d.h. die Abstände zwischen den einzelnen Regelblutungen sind länger als 35 bis 45 Tage. Dabei ist die Menstruationsblutung aber von normaler Dauer und Stärke. Ursachen können hormonelle Erkrankungen mit einem Überschuss an männlichen Hormonen oder dem Hormon Prolaktin sein. Auch Schilddrüsenstörungen wie Unterfunktion oder Überfunktion, Magersucht, Leistungssport und psychische Probleme können die Blutungsintervalle verlängern.
  • Polymenorrhoe bezeichnet eine Menstruationsblutung, deren Intervall kürzer als 25 Tage ist. Im Allgemeinen beruht diese auf einer Eierstockfunktionsstörung an einer Stelle des hormonellen Funktionskreises. Die Regelblutung ist dabei normal, jedoch treten die Blutungen schon kurze Zeit nach der letzten Monatsblutung wieder auf.

2. Typusstörungen (bei denen die Stärke der Blutung verändert ist)

  • Amenorrhoe hier bleibt die Periode ganz aus. Es wird zwischen einer primären und einer sekundären Amenorrhoe unterschieden. Wenn noch nie eine Menstruationsblutung aufgetreten ist, spricht man von einer primären Amenorrhoe. Sind bereits Monatsblutungen erfolgt und treten dann blutungsfreie Intervalle von mehr als drei Monaten auf, spricht man von einer sekundären Amenorrhoe.
    Oft sind genetische Fehler oder Fehlbildungen der Geschlechtsorgane oder hormonelle Fehlsteuerungen ursächlich. Auslöser für diese Fehlfunktionen im Nervensystem können auch besondere psychische Belastungen, Stress aber auch z.B. große Gewichtsabnahmen (Magersucht) sein. Ein erhöhter Blutspiegel an männlichen Hormonen kann zu einer Amenorrhoe führen, ebenso wie die Einnahme bestimmter Medikamente (Medikamente zur Blutdrucksenkung, Psychopharmaka und Hormonpräparate).

Ihr Frauenarzt kann Sie näher dazu beraten.

26. August 2010

primäre und sekundäre Sterilität

Trotz Kinderwunsch und regelmäßigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr bleibt eine Schwangerschaft aus? Dieses kann unterschiedliche Ursachen haben, die sowohl bei der Frau (in 40-50% der Fälle), als auch beim Mann (in 35-40% der Fälle) oder in ca. 15% bei beiden zusammen liegen können.

Zu unterscheiden ist die Sterilität, welche als Unfähigkeit zur Kohabitation oder zur Empfängnis bezeichnet wird, von Infertilität, die die Unfähigkeit bezeichnet, die Frucht auszutragen. Außerdem wird zwischen primärer und sekundärer Sterilität unterschieden. Um eine primäre Sterilität handelt es sich, wenn eine Frau trotz Kinderwunsches und regelmäßigem Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres nicht schwanger wird. Die sekundäre Sterilität beschreibt die Unfähigkeit nach bereits vorausgegangenen Schwangerschaften und Geburten nochmals schwanger zu werden.

Ursächlich bei Kinderwunsch können u.a. sein:

  • das Alter: ab dem 35. Lebensjahr geht die Empfängnischance stark zurück, sie ist sogar zwischen dem 30. und 35. Lebensjahr schon erniedrigt
  • Fehlfunktion der Eierstöcke
  • organische Ursachen
  • psychogene Faktoren (übersteigerter Kinderwunsch, seelische Konflikte etc.)
  • verminderte Spermienproduktion etc.

Um die Ursachen für eine ausbleibende Schwangerschaft herauszufinden, muss der Arzt eine Reihe von Untersuchungen durchführen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, denn zuerst sollte ein ausführliches Gespräch stattfinden.

Mehr dazu erfahren Sie auch im planBaby-Handbuch.

19. August 2010

Wie lange bleiben Spermien befruchtungsfähig?

Man geht davon aus, dass die Eizelle ca. 24 Stunden befruchtungsfähig ist, wobei allerdings zu sagen ist, dass eine Befruchtung während der ersten 8-12 Stunden am wahrscheinlichsten ist. Die Spermien halten sich über 48 Stunden in einem guten Zustand im weiblichen Genitaltrakt auf, allerdings sind auch schon Befruchtungen erst nach 5 Tagen eingetreten. Denn der Zervixschleim, der von dem Gebärmutterhals abgesondert wird, versorgt an den fruchtbaren Tagen der Frau die Spermien mit Nährstoffen wie Zucker und Eiweiß und schafft so optimale Bedingungen unter denen die Spermien 5 Tage, vereinzelt auch 7 Tage, überleben können. Aus diesen Überlebenszeiten kann man schließen, dass der Verkehr vor dem Eisprung am günstigsten ist und zwar in ca. zweitägigem Abstand.
An den unfruchtbaren Tagen sieht die Situation ganz anders aus. Der Zervixschleim hat zu dieser Zeit eine feste Konsistenz und versperrt so den Spermien den Zugang zur Gebärmutter. Das Scheidenmilieu ist darüber hinaus an diesen Tagen sauer und ermöglich den Spermien nur einige Stunden zu überleben.

Mehr Informationen hierzu und zum Thema “Wie werde ich schwanger?” bietet Ihnen unser Ratgeber planBaby.