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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


9. Januar 2012

Diagnose Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, welche in Schüben verläuft. Bis zum heutigen Tag ist MS nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf kann durch Medikamente aber positiv beeinflusst werden. Die Diagnose erfolgt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, also in den fruchtbaren Jahren der Frau.

Ein ärztlicherseits lange Zeit übliches grundsätzliches Abraten von einer Schwangerschaft ist heute nicht mehr angemessen. Neue Studien haben gezeigt, dass sich eine Schwangerschaft kaum auf die Krankheit auswirkt. In weiteren Studien wurde sogar festgestellt, dass Frauen, die nach der MS Diagnose einen weniger schnell fortschreitenden Krankheitsverlauf hatten, als nicht schwangere Frauen. Zwar bleiben die Symptome nicht gänzlich aus, aber sie werden in den meisten Fällen auch nicht mehr. So wurde beobachtet, dass während der Schwangerschaft die Zahl der Schübe abnimmt. Im Durchschnitt hatten die untersuchten Frauen ca. 0,7 Schübe pro Jahr, während der Schwangerschaft ging die Zahl auf in etwa 0,2 Schübe pro Jahr zurück. Dafür erlitten die Frauen aber nach der Geburt mehr Schübe (ca. 1,2 pro Jahr). Dies stellt aber aus gesundheitlicher Sicht kein erhebliches Risiko dar und ist demnach kein Grund gänzlich von einer Schwangerschaft abzuraten.

Eine große Studie bei Schwangeren mit MS in Europa konnte zeigen, dass die Fehlbildungs- und Abortrate nicht höher ist als bei gesunden Frauen. Auch das Geburtsgewicht der Kinder und ihre weitere Entwicklung waren normal.

Ein weiterer Grund, Frauen von einer Schwangerschaft abzuraten war oftmals das Risiko MS an das Kind weiter zu vererben. Wenn Mutter oder Vater an MS erkrankt sind, liegt das Risiko bei knapp 4 %. Zum Vergleich, sind beide Elternteile gesund, liegt das Risiko bei 0,1 %. Sind beide Eltern erkrankt liegt das Risiko allerdings schon bei 20 %.

Da bei vielen Medikamenten gegen MS die Wirkung auf das Ungeborene nicht bekannt ist, wird generell von der Medikamenteneinnahme abgeraten. Auch während der Stillzeit ist es nicht ratsam Medikamente zu nehmen. Besprechen Sie dies aber in jedem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt.

Die Geburt verläuft in fast allen Fällen genauso wie bei gesunden Frauen.

Die Diagnose MS ist keinesfalls Grund, um auf den Kinderwunsch zu verzichten! In jedem Fall sollte eine Schwangerschaft sorgfältig geplant sein.

Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel hier.

27. Dezember 2011

Kamille – kein typisches Frauenkraut

Wer kennt sie nicht – die Kamille. Die Kamille als Tee zubereitet ist ein bekanntes und oft verwendetes Allheilmittel. Kamillentee hat eine beruhigende und krampflösende Wirkung, ist sehr gut bekömmlich und lindert Sodbrennen. Auch bei Magenverstimmungen und Erkältungen eignet sich Kamillentee. Äußerlich ist Kamillentee für die Wundheilung hervorragend geeignet.

Der entkrampfenden Wirkung von Kamille wird eine Verbesserung der Durchblutung der weiblichen Organe zugeschrieben. So löst Kamille z.B. Krämpfe während der Regel oder bei Unterleibskrämpfen. Aber auch bei anderen Regelbeschwerden (prämenstruelles Syndrom) oder bei Schwangerschaftsübelkeit kann Kamillentee helfen.

Auch während der Stillzeit wird Kamille sehr empfohlen.

19. Dezember 2011

Falsches Einkorn zur Unterstützung der Fruchtbarkeit

Die aus Nordamerika stammende Pflanze haben Indianer dort schon lange zur Behandlung von Frauenleiden verwendet. Die im Einkorn enthaltenen Steroidsaponinen und Glykosiden haben eine regulierende Wirkung auf den Zyklus der Frau. Auch bei Potenzstörungen des Mannes kann dieses eingesetzt werden.

Ebenso findet Falsches Einkorn Anwendung zur Behandlung von Regelanomalien, Endometriose, Gebärmutterinfektionen und Eierstockzysten. Bei Kinderwunsch soll es die Bildung der Follikel unterstützen. So wird es zur Behandlung der durch Fehlfunktionen der Eierstöcke bedingten Sterilität eingesetzt. In Deutschland wird es auch als “Helonias” bezeichnet und ist in Tropfenform in der Apotheke erhältlich.

Da das Falsche Einkorn ein Hormon-Stimulans ist, sollte dies nur unter fachkundiger Anleitung verwendet werden! Wie das falsche Einkorn eingenommen werden soll und in welchen Mengen, erfragen Sie am besten bei Ihrem Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker.