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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


18. Juni 2012

Kinderwunsch – Welche Rolle spielt dabei das Alter der Eltern?

Das Alter spielt eine bedeutende Rolle beim Thema Kinderwunsch.

Das Alter spielt eine bedeutende Rolle beim Thema Kinderwunsch.

Während die Geburtenzahlen in Deutschland sinken, steigt das Alter der Schwangeren deutlich an. 1992 waren nur rund ein Drittel der Schwangeren über 30 Jahre, 2005 waren es bereits über 50 Prozent. Im Durchschnitt bekommen Frauen ihr erstes Kind mit ca. 29 Jahren.

Immer mehr junge Paar sehen die perfekten Voraussetzungen für ein Kind erst um die 30 gegeben. Dies liegt vor allem daran, dass sie häufig erst den Schulabschluss und die Ausbildung sicher haben wollen, um anschließend erste Berufserfahrungen zu sammeln. Erst dann fühlen sich die meisten reif genug und finanziell abgesichert, um eine Familie zu gründen. Häufig fehlt aber auch eine sichere Partnerschaft oder die Bereitschaft das eigene Leben für ein Kind zu ändern.

Die Vertagung des Kinderwunsches führt in diesem Zuge bei einigen Paaren zu Schwierigkeiten bei dem Versuch schwanger zu werden. Das heißt zum einen, dass die Fruchtbarkeit mit steigendem Alter der Frau abnimmt und es gegebenenfalls länger bis zum Eintritt der Schwangerschaft dauert. Zum anderen erhöht sich das Risiko für diverse Schwangerschaftskomplikationen. Etwa ab dem 35. Lebensjahr kann es zum Beispiel häufiger zu Früh- oder Fehlgeburten, Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes oder vorzeitigem Blasensprung kommen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für Chromosomenanomalien. Dennoch bringen die Mehrheit der Schwangeren über 30 ohne Komplikationen ein gesundes Kind zur Welt. Im Hinblick auf die Männer können bei fortgeschrittenem Alter Erektionsstörungen oder eine verminderte Spermienqualität den Kinderwunsch beeinträchtigen.

Letztendlich gibt es kein perfektes Alter um Kinder zu bekommen. Sie und Ihr Partner/Ihre Partnerin müssen Ihre individuellen Lebensumstände berücksichtigen und möglicherweise mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt  gesundheitliche Aspekte abklären.

Weitere Informationen zum Schwangerwerden erhalten Sie im planBaby-Handbuch.

2. Dezember 2009

Risiken einer Kinderwunschbehandlung

Auch wenn die verschiedenen Möglichkeiten einer Kinderwunschbehandlung ohne jeden Zweifel einen großen therapeutischen Fortschritt darstellen, sind auch Risiken damit verbunden, über die sich Mann und Frau schon vor Beginn der Behandlung im Klaren sein sollten.

Bei Schwangerschaften nach einer Kinderwunschbehandlung findet sich eine erhöhte Rate an unterschiedlichen Komplikationen. Diese sind häufig auf den hohen Anteil von Mehrlingsschwangerschaften zurückzuführen.

Zu den möglichen Komplikationen zählen aber auch:

– die Fehlgeburt (Die Fehlgeburtenrate beträgt nach einer Kinderwunschbehandlung ca. 20 bis 25 Prozent)
– die Zwillings- und Drillingsgeburten und ein dadurch erhöhtes Frühgeburtsrisiko
– die Fehlbildungen
– die Eileiterschwangerschaft
– die hormonelle Stimulation kann zu einer deutlichen Überfunktion der Eierstöcke führen
   (Ovarielles Hyperstimulationssyndrom)
– und sicher in vielen Fällen große psychische Belastungen durch die Maßnahmen selbst oder durch auftretende Komplikationen und Misserfolge der Behandlung

Doch auch Hormonbehandlungen können manchmal ernste Nebenwirkungen haben. Falls Sie eine Hormonbehandlung in Erwägung ziehen, sollten Sie sich gegebenenfalls durch einen Psychologen bzw. Psychotherapeuten begleitend beraten lassen.

Lesen Sie hier mehr.

25. November 2009

ICSI (Indikationen für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

Die ICSI ist eine Behandlungsmethode, die verheirateten Paaren hilft, die wegen einer schlechten Spermienqualität kinderlos geblieben sind, schwanger zu werden. Sinnvoll kann eine ICSI auch sein, wenn bereits eine IVF fehlgeschlagen ist.

Bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion werden Samenzellen gewonnen und ein einzelnes Spermium unter dem Mikroskop in das Zytoplasma einer Eizelle eingespritzt. Für die Auswahl des Spermiums gelten die Kriterien Beweglichkeit und Funktionalität. Nachdem die Zellteilung stattgefunden hat, werden der Frau bis zu drei Embryonen wieder eingesetzt.

Die Wahrscheinlichkeit, durch die künstliche Befruchtung ICSI schwanger zu werden, liegt je nach Anzahl der zugeführten Eizellen und abhängig vom Alter der Frau zwischen 10 und 30 Prozent.

Private Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen alle Kosten für die ICSI-Therapien, wenn die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch bei dem Privatversicherten liegt. Gesetzliche Krankenkassen genehmigen in der Regel den Zuschuss für insgesamt drei Versuche.

Lesen Sie mehr zum Thema Kinderwunschbehandlung.

28. Oktober 2009

Calcium

Neben einer ausgewogenen Ernährung, die aus den genannten Anteilen von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten bestehen sollte, ist die Versorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mikronährstoffen sehr wichtig. Wer täglich fünf Portionen Obst, Gemüse und Salat zu sich nimmt, ist mit den meisten Mikronährstoffen ausreichend versorgt, aber das schaffen nur die wenigsten.

Calcium gehört neben Eisen, Jod und Folsäure vor der Schwangerschaft zu den wichtigsten Mikronährstoffen. Mit einem Körperbestand von 1-1,1 kg ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus. In Knochen und Zähnen befinden sich 99% des im Körper vorkommenden Calciums, da es wichtig für Stabilität der Knochen ist .Calcium ist zum Beispiel in Haselnüssen, Sonnenblumenkernen, Milch, Joghurt, Spinat und Brokkoli enthalten. Die empfohlene tägliche Menge für Frauen im gebärfähigen Alter beträgt 1000 Milligramm. Voraussetzungen dafür, dass Calcium aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin-D.

Lesen Sie mehr über wichtige Mikronährstoffe.

9. April 2009

Alter und Fruchtbarkeit

Heute ist ein Großteil der Frauen bei der Geburt des ersten Kindes in Durchschnitt 29 Jahre alt. Damit sind Erstgebärende fast vier Jahre älter als noch vor 10 Jahren. Und: Über 40% der Akademikerinnen hierzulande bekommen überhaupt keine Kinder.

 Abnahme der Fruchtbarkeit mit steigendem Alter

Mit zunehmendem Alter sinkt auch die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Während eine gesunde, junge Frau mit 20 Jahren durchschnittlich nur ca. 2 1/2 Monate bis zu einer erfolgreichen Empfängnis warten muss, verlängert sich die Zeit bei Frauen um die 40 auf ca. 2 Jahre. Schon ein Drittel der 32- bis 37-jährigen Frauen wartet länger als ein Jahr, bei den 38- und 42-Jährigen sind es mehr als 70 Prozent. Aber nicht nur Frauen sind davon betroffen, auch bei Männern reduziert sich die Fruchtbarkeit im Alter. Im Vergleich zu 18-jährigen ist bei einem 45-jährigen Mann die Spermienmenge um ein Drittel reduziert und die Anzahl der lebensfähigen Spermien um 50%.

 Risiken für Komplikationen nehmen zu

Mit zunehmendem Alter wird also das Schwanger werden schwieriger, die Fruchtbarkeit nimmt ab, aber auch die Risiken für Komplikationen in der Schwangerschaft nehmen zu. Mit steigendem Alter der Mutter treten bspw. zunehmend Chromosomenanomalien beim Embryo auf (Bsp. Trisomie 21). Das Alter erhöht aber auch die Raten an Früh- und Fehlgeburten und auch ausbleibenden Einnistungen durch genetische Veränderungen und vermindert die Chancen auf Ausbildung einer gesunden Eizelle aufgrund nachlassender Tätigkeit der Eierstöcke. Das vermindert dann leider auch die Chancen auf eine Schwangerschaft ob nun mit oder ohne medizinische Hilfestellung.

 ABER!

Bei 92 % der Paare mit Kinderwunsch kommt es innerhalb von zwei Jahren zu einer Schwangerschaft, wenn Sie nicht verhüten und regelmäßig Geschlechtsverkehr haben. Regelmäßiger Geschlechtsverkehr, d.h. alle zwei bis drei Tage Sex zu haben – das verbessert Ihre Chancen auf eine Empfängnis.

Weiterführende Links:

PlanBaby Programm
Lesen Sie mehr über Fruchtbarkeit im Alter