19. August 2010
Man geht davon aus, dass die Eizelle ca. 24 Stunden befruchtungsfähig ist, wobei allerdings zu sagen ist, dass eine Befruchtung während der ersten 8-12 Stunden am wahrscheinlichsten ist. Die Spermien halten sich über 48 Stunden in einem guten Zustand im weiblichen Genitaltrakt auf, allerdings sind auch schon Befruchtungen erst nach 5 Tagen eingetreten. Denn der Zervixschleim, der von dem Gebärmutterhals abgesondert wird, versorgt an den fruchtbaren Tagen der Frau die Spermien mit Nährstoffen wie Zucker und Eiweiß und schafft so optimale Bedingungen unter denen die Spermien 5 Tage, vereinzelt auch 7 Tage, überleben können. Aus diesen Überlebenszeiten kann man schließen, dass der Verkehr vor dem Eisprung am günstigsten ist und zwar in ca. zweitägigem Abstand.
An den unfruchtbaren Tagen sieht die Situation ganz anders aus. Der Zervixschleim hat zu dieser Zeit eine feste Konsistenz und versperrt so den Spermien den Zugang zur Gebärmutter. Das Scheidenmilieu ist darüber hinaus an diesen Tagen sauer und ermöglich den Spermien nur einige Stunden zu überleben.
Mehr Informationen hierzu und zum Thema “Wie werde ich schwanger?” bietet Ihnen unser Ratgeber planBaby.
12. August 2010
Unser täglicher Lifestyle, der Umgang mit Stress, Nikotin, Alkohol und eine falsche Ernährung sind als Risikofaktoren bekannt, welche die Spermienqualität nachhaltig beeinflussen. Die Auswirkungen von “Lifestyle”-Gewohnheiten wie Zigarettenrauchen und Alkoholkonsum auf die männliche Fertilität sind oftmals bearbeitet worden.
Der Effekt des Rauchens wird noch kontrovers diskutiert, überwiegend jedoch mit negativen Folgen für die Fertilität beurteilt. Mäßiger Alkoholgenuss hat keinen schädlichen Einfluss auf die männliche Fertilität, während exzessives Trinken zu ausgeprägten testikulären und endokrinologischen Schäden führen kann. Über die Auswirkungen von Drogenmissbrauch ist wenig bekannt, es wurden die Entwicklung einer Gynäkomastie sowie ein Absinken der Testosteronkonzentration berichtet. Viele Medikamente können die Fertilität beeinträchtigen. Am besten untersucht ist die Schädigung der Spermatogenese durch Zytostatika. Mögliche Beeinflussungen definierter Spermatozoenfunktionen sind kaum untersucht. Auch Stress kann die männliche Fertilität beeinträchtigen.
Was Männer beachten sollten, finden Sie im Handbuch planBaby.
5. August 2010
Abgesehen vom Alter des Mannes können diverse Faktoren einen negativen Einfluss auf die Qualität des Samens nehmen. Neben Stress, Alkohol und Nikotin zählen heute die ansteigende Umweltöstrogenbelastung und eine erhöhte Ozonbelastung zu den Faktoren, welche möglicherweise einen Rückgang der Samenqualität verursachen. Eine Pilotstudie am Wiener AKH untersuchte eine neue Option zur therapeutischen Einflussnahme auf die Spermienqualität bei unerfülltem Kinderwunsch. Mit Hilfe einer Kombination verschiedener Mikronährstoffe wurden männliche Patienten mit eingeschränktem Spermiogramm und zweijährigem Kinderwunsch getestet.
Bei 21 von 82 Probanden konnte ein Normalbefund erzielt werden. Bisher sind in der Studie 14 Schwangerschaften bekannt. Diese Ergebnisse bestärken die Annahme, dass die Kombination der in der Literatur beschriebenen Einzelsubstanzen signifikant besser wirkt, als die Summe der Wirkungen in singulärer Verabreichung.
Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurde so das Kombinationspräparat PROfertil zur Unterstützung der männlichen Fruchtbarkeit entwickelt.
Weiteres können Sie unter profertil.at erfahren.
28. Juli 2010
Veränderungen im Erbgut (DNA) sind die Ursache für Erbkrankheiten, die von den Eltern auf die Kinder vererbt werden können. Bei Neugeborenen sind diese jedoch nicht so häufig. Ca. 4% aller Kinder sind bereits bei der Geburt von einer Erbkrankheit betroffen. Ein Großteil der Erbkrankheiten tritt erst später, also bei älteren Kindern oder bei Erwachsenen zu Tage.
Die häufigsten erblich bedingten Krankheiten sind unter anderem: Fehlbildungen (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, Herzfehler), Trisomie 21/18/13, Mukoviszidose, Bluterkrankheit, Eisenspeicherkrankheit, Faktor V Leiden.
Aber: Auch wenn bestimmte äußere Faktoren in einer frühen Phase der Schwangerschaft, vor allem kurz nach der Befruchtung, auf den Embryo einwirken, können genetische Veränderungen beim Kind entstehen. Solche Faktoren sind vor allem Röntgenstrahlung sowie verschiedenen Wirkstoffe (z.B. manche Krebsmedikamente). Kommt es durch solche Einflüsse zu einer Veränderung im Erbmaterial des Kindes, kann diese später an dessen Nachkommen weitergegeben und dadurch zu einer Erbkrankheit werden.
Unter Umständen trägt jeder auch eine genetische Veranlagung für eine bestimmte Erkrankung in sich. Ob diese dann tatsächlich ausbricht, hängt auch von Umwelteinflüssen ab, wenn man diesen z.B. über eine längere Zeit ausgesetzt ist (Chemikalien, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung). Aber auch der persönliche Lebensstil (ungesunde Ernährung - z.B. zu viel Zucker, zu viel tierische Fette und Rauchen/Passivrauchen) spielt eine Rolle.
Treten in Ihrer Familie bestimmte Erbkrankheiten auf, sollten Sie vor der Schwangerschaft mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin darüber sprechen und ggf. eine humangenetische Beratungsstelle aufsuchen.
15. Juli 2010
Das haben Sie sicherlich schon oft gehört – nach der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln ist es nach dem Absetzen erst nach längerer Zeit wieder möglich schwanger zu werden, denn hormonelle Verhütungsmittel greifen zu sehr in den Hormonhaushalt des Körpers ein.
Aber das stimmt nicht, das konnte jetzt in einer prospektiven Studie für eine moderne Mikropille nachgewiesen werden. Die Verhütung mit der Pille schränkt die Fertilität nicht ein. Nach dem Absetzen werden die meisten Frauen mit Kinderwunsch innerhalb eines Jahres schwanger. Man fand aber auch heraus, dass eine sehr lange Pillen-Einnahme den durchschnittlichen Zeitpunkt einer Empfängnis nach hinten verschiebt. Aber selbst dann gleicht sich nach 8 Zyklen die Fruchtbarkeitsrate dem Durchschnittswert an und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist wieder auf dem Normalwert. So schwanken die Zeiträume nach dem Absetzen der Verhütung bis zum Eintritt einer Schwangerschaft bei der Pille zwischen 2 Jahren und wenigen Monaten.
Sogar jede zweite Frau mit Kinderwunsch war schon nach drei Zyklen Pause von der Mikro-Pille schwanger. Auch bei Implantaten und Hormonspiralen gab es hohe Fertilitätsraten nach dem Absetzen.
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