Zum Inhalt springen


- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


5. Dezember 2011

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) als Symbolpflanze der Fruchtbarkeit

Frauenmantel – die Pflanze der Fruchtbarkeitsgöttinnen!? Dieses hat seinen Ursprung wohl auch in der becherförmigen Form des Blattes mit der glitzernden Wasserperle in der Mitte, denn dieses wurde stets mit dem Geburtsschoß verglichen.

Generell sagt man dem „Frauenkraut“ nach, die Durchblutung des Beckens zu verbessern. Dadurch soll es zu einer Straffung des Gewebes im Unterleib kommen. Des Weiteren wird der Tee zur Behandlung von Durchfallerkrankungen und äußerlich wegen seines hohen Gerbstoffgehaltes zur Wundpflege empfohlen (letzteres oft auch in Kombination mit Salbei). Von Hebammen wird er zur Vorbereitung auf das Wochenbett vor der Geburt empfohlen, jedoch wird in den meisten Publikationen darauf hingewiesen, dass die Anwendung in der Schwangerschaft unterbleiben sollte.

Kräuterkundige schätzen es bis heute als Gebärmuttertonikum und Universalmittel bei Frauenleiden. Vor allem Zubereitungen aus der frischen, blühenden Pflanze (z.B. Alchemilla Urtinktur von Alcea) regen den Eisprung an, kräftigen die Gebärmutter, verbessern die Gelbkörperhormonproduktion und lindern Regelkrämpfe.

Im Zusammenhang mit dem Kinderwunsch gibt es Anwendungsgebiete von Frauenmantel bei unregelmäßigem Zyklus, speziell bei der Behandlung von Zyklusstörungen im Zusammenhang mit Übergewicht (z. B. PCO-Syndrom). Bei der Kinderwunsch-Behandlung soll Frauenmantel zur Verbesserung der Durchblutung des Beckens zur Förderung der Reifung der Eibläschen und des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut beitragen.

Die Anwendung beschränkt sich auf die Zubereitung als Tee. Dafür werden ca. drei Teelöffel Frauenmantelkraut pro Tasse (schmeckt sehr streng aufgrund der Gerbsäuren) mit einem Viertelliter Wasser übergossen und sollen 10 min ziehen.

Aber Achtung! Mehr als eine Kanne/Tag oder 4-5 Tassen sollte Frau nicht zu sich nehmen!

Weitere Tipps und Hinweise zum schwanger werden finden Sie im Handbuch planBaby.

18. April 2011

Clomifen zur hormonellen Stimulation

Zur Unterstützung einer Kinderwunschbehandlung setzen Reproduktionsmediziner oft Hormone zur hormonellen Stimulation ein. Clomifen ist eins davon. Dieses wird als Tablette eingenommen und löst sehr zuverlässig eine Eizellreifung an den Eierstöcken aus. Der Vorteil dieses Medikaments ist zweifellos die einfache Gabe als Tablette. Aus diesem Grund setzt man es in vielen gynäkologischen Arztpraxen als Mittel der Wahl ein.

Nachteile der Therapie sind aber typische Symptome der Wechseljahre als Nebenwirkungen: Hitzewallungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen. Sehstörungen bis hin zu Augenflimmern können selten vorkommen und sind ein Grund zur sofortigen Beendigung der Therapie.

Zu beachten ist auch, dass bei jeder hormonellen Stimulation ein Überstimulationssyndrom oder Mehrlingsschwangerschaften auftreten können.

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, mit Clomifen schwanger zu werden lässt sich zudem nicht beantworten. Ob eine Schwangerschaft eintritt, hängt von sehr vielen Faktoren ab (Alter der Frau, Spermiogramm des Partners).

Die lange Halbwertszeit des Wirkstoffs, d.h. einmal im Blut, lässt sich die hormonelle Stimulation der Eierstöcke nicht mehr durch eine Dosiserhöhung oder -senkung steuern, hat vor allem dazu geführt, dass bei der Kinderwunschbehandlung zunehmend Gonadotropine zur Anwendung kommen.

Mehr zum Thema Kinderwunschbehandlung erfahren Sie auch in Ihrem planBaby Handbuch.

7. März 2011

Amalgamsanierung bei Kinderwunsch?

Leider gibt es keine gesicherten und verlässlichen Studien über die gesundheitlichen Risiken der Belastung durch Quecksilber/Amalgam, so dass ein sicherer Nachweis des gesundheitlichen Risikos bisher fehlt. Amalgam ist und bleibt umstritten!

Mit zeigender Zahl der Amalgamfüllungen zeigte sich jedoch eine steigende Quecksilberbelastung im Blut. Durch eine erhöhte Quecksilberbelastung sind Fertilitätsstörungen nicht völlig auszuschließen. Auch gibt es Hinweise auf eine erhöhte Zahl von Fehlgeburten unter hoher Quecksilberbelastung.

Aber es ist beim Thema Amalgamsanierung sehr wichtig abzuwägen, welches Risiko besteht. Denn eine derartige Behandlung ist neben hohen Kosten auch mit Schmerzen und während der Phase der Sanierung mit erhöhter Belastung durch Quecksilber verbunden. Denn gerade beim Austausch der Füllungen werden erhöhte Mengen des Stoffes frei.

Von den Kassen werden in der Regel nur die Kosten für Amalgamfüllungen übernommen. Kosten für eine Füllung (Kunststoff oder Keramik) darüber hinaus, müssen Sie selbst tragen!

Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse, sollten Sie eine Amalgamsanierung Ihrer Zähne nicht vornehmen lassen. Auch wenn Sie schwanger sind, sollten keine neuen Amalgamfüllungen gelegt werden, noch sollten vorhandene entfernt werden.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch im planBaby-Handbuch.

6. Dezember 2010

Mönchspfeffer mit fruchtbarkeitsfördernder Wirkung?

Die Fertilität einer Frau hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab (Eisprung, Fehl- oder Unterernährung, starkes Übergewicht können einen Eisprung von vornherein verhindern). Auch bei Frauen, die extrem viel Sport treiben oder beruflich unter Dauerstress stehen, kann eine veränderte Hormonausschüttung den Eisprung verschieben oder sogar ganz unterdrücken.

Da Stress der Fruchtbarkeit nicht zuträglich ist, empfiehlt es sich Kräuter einzunehmen, die das seelische Gleichgewicht unterstützen. Bei Schwäche, Erschöpfung und Stress helfen z.Bsp. Zitronenmelisse, Zimt, wilder Hafer und Helmkraut.

Bei gesunden Frauen mit Eisprung rät man zu Präparaten mit Fruchttrockenextrakten aus Mönchspfeffer. Dessen fruchtbarkeitsfördernde Wirkung ist zwar nicht direkt durch Studien belegt. Allerdings senkt Mönchspfeffer erwiesenermaßen den Prolaktinspiegel. Und von diesem Hormon wiederum ist bekannt, dass es zum Ausbleiben des Eisprungs beitragen kann. Gleichzeitig steigert Mönchspfeffer die Produktion von Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, das die Gebärmutter auf das Einnisten der Eizelle vorbereitet.

Die Früchte des Mönchspfeffers (Agni casti fructus, Keuschlammfrüchte) werden üblicherweise in Form von wässrig-alkoholischen Auszügen (50 bis 70 Prozent) eingenommen. Die Tagesdosis sollte dabei 30 bis 40 Milligramm nicht übersteigen. Bei prämenstruellen Beschwerden (dies muss aber erst der Gynäkologe abklären!) werden allerdings bis zu 240 Milligramm Mönchspfeffer empfohlen. Um eine befriedigende Wirkung zu erzielen, sollte der Mönchspfeffer mindestens drei Monate lang kontinuierlich angewendet werden.

Die Anwendung als Tee ist dabei nicht zu empfehlen, da diejenigen Inhaltsstoffe, die gegen die Frauenbeschwerden wirken, nicht wasserlöslich sind.

Schwangere oder stillende Frauen sollten auf eine Einnahme von Mönchspfefferpräparaten verzichten oder diese unbedingt mit dem Arzt absprechen!

4. November 2010

Kennen Sie Ihr Diabetesrisiko?

Jeder Mensch hat mit zunehmendem Alter ein steigendes Risiko an Diabetes mellitus (Typ 2) zu erkranken. Mit Hilfe des Fragebogens planBaby – Profil und Analyse – kann anhand gewisser Risikofaktoren bestimmt werden, welches persönliche Diabetesrisiko bei Ihnen vorliegt und ob Sie ggf. mit Ihrem Arzt darüber sprechen sollten.

Wenn bei Ihnen bereits Diabetes diagnostiziert wurde, ist es wichtig, dass der Stoffwechsel vor der Schwangerschaft optimal eingestellt wird.

Mehr Informationen hierzu und zum Thema “späte Schwangerschaft” bietet Ihnen unser Ratgeber planBaby.