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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


3. Juli 2014

Kinderwunsch und HIV

HIV ist nicht zwangsläufig Hindernis für eine Schwangerschaft

In Deutschland waren Ende 2012 laut Angaben des Robert-Koch-Instituts ca. 78.000 Menschen mit HIV infiziert, davon ungefähr 15.000 Frauen. Auch wenn ein Ende der HIV-Epidemie noch nicht in Sicht ist, so macht die antiretrovirale Therapie eine fast normale Lebenserwartung und –planung möglich. Für viele HIV-positive Frauen gehört auch Kinderwunsch dazu, dessen Realisierung mittlerweile auch nicht mehr ausgeschlossen ist.

Was bedeutet es, HIV-positiv zu sein?

HIV gehört zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten weltweit. HIV-positiv zu sein bedeutet eine Infektion mit (more…)

8. Mai 2013

Psychische Krankheiten und Kinderwunsch – Geht das?

Um den Wunsch nach einem Kind in Erfüllung gehen zu lassen, ist nicht nur die körperliche Gesundheit von Bedeutung. Ebenso sind ausreichend Unterstützung durch das Umfeld eines Paares und psychische Stabilität nicht zu unterschätzende Grundbausteine für die erfolgreiche Familienplanung. Besonderes Augenmerk schenkt der folgende Beitrag nun insbesondere den Frauen, die im Vorfeld psychische Problematiken aufwiesen bzw. noch aufweisen. Wir möchten Ihnen einige Hinweise und Tipps geben, Ihnen dabei aber auch Ängste nehmen und Hemmschwellen abbauen, um die gewünschte Schwangerschaft zu begünstigen. (more…)

19. März 2012

Rheumatherapie und Kinderwunsch

Wer unter einer rheumatischen Erkrankung leidet und medikamentös behandelt wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft mit der Ärztin/dem Arzt sprechen. Bei Frauen und Männern kann durch mehrere Medikamente die Fruchtbarkeit permanent oder vorrübergehend gestört sein bzw. der Eisprung gehemmt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei Aufrechterhaltung der Therapie ein Risiko für den Fetus, bei Absetzten der Therapie aber auch ein gewisses Risiko für Mutter und den Vater bestehen kann.

Bei vielen Medikamenten existieren nur experimentelle Daten oder sogar keine bis unzureichende Untersuchungen bezüglich Schwangerschaft und Reproduktion, so dass häufig nur eine Warnung gegeben oder prophylaktisch von der Gabe bestimmter Medikamente Abstand genommen wird.

Kommt es zu einer ungewollten Schwangerschaft während einer antirheumatischen oder immunsupressiven Therapie muss mit der Ärztin/dem Arzt abgeklärt werden, wie weit die Einnahme der Medikamente in die Schwangerschaft hineinreicht, um eine Fruchtschädigung auszuschließen und das weitere Vorgehen zu planen.

Im Vorfeld einer Schwangerschaft müssen Frauen oder Männer gegebenenfalls Medikamente mehrere Wochen oder Monate vorher absetzen, um die Ovulation zu optimieren und später den Fetus nicht zu schädigen. Mit der Ärztin/dem Arzt muss in diesem Fall eine alternative Therapie abgewogen werden, um einen Schub vor oder während der Schwangerschaft zu verhindern. Bei Männern kann durch eine Kryopreservation von Sperma und bei Mädchen in der Pubertät eine Behandlung mit GnRH-Antagonisten eine spätere Infertilität verhindert werden.

Rheumatoide Arthritis an sich stellt keine Einschränkung dar, um schwanger zu werden. Im Durchschnitt verlängert sich die Wartezeit nur um 2 Monate gegenüber gesunden Frauen.

(Quelle: Vgl. Østensen, M., Antirheumatische Therapie und Reproduktion, Zeitschrift für Rheumatologie, 2006-05-08, Springer Berlin / Heidelberg, Seite 217-224.)

9. Januar 2012

Diagnose Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, welche in Schüben verläuft. Bis zum heutigen Tag ist MS nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf kann durch Medikamente aber positiv beeinflusst werden. Die Diagnose erfolgt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, also in den fruchtbaren Jahren der Frau.

Ein ärztlicherseits lange Zeit übliches grundsätzliches Abraten von einer Schwangerschaft ist heute nicht mehr angemessen. Neue Studien haben gezeigt, dass sich eine Schwangerschaft kaum auf die Krankheit auswirkt. In weiteren Studien wurde sogar festgestellt, dass Frauen, die nach der MS Diagnose einen weniger schnell fortschreitenden Krankheitsverlauf hatten, als nicht schwangere Frauen. Zwar bleiben die Symptome nicht gänzlich aus, aber sie werden in den meisten Fällen auch nicht mehr. So wurde beobachtet, dass während der Schwangerschaft die Zahl der Schübe abnimmt. Im Durchschnitt hatten die untersuchten Frauen ca. 0,7 Schübe pro Jahr, während der Schwangerschaft ging die Zahl auf in etwa 0,2 Schübe pro Jahr zurück. Dafür erlitten die Frauen aber nach der Geburt mehr Schübe (ca. 1,2 pro Jahr). Dies stellt aber aus gesundheitlicher Sicht kein erhebliches Risiko dar und ist demnach kein Grund gänzlich von einer Schwangerschaft abzuraten.

Eine große Studie bei Schwangeren mit MS in Europa konnte zeigen, dass die Fehlbildungs- und Abortrate nicht höher ist als bei gesunden Frauen. Auch das Geburtsgewicht der Kinder und ihre weitere Entwicklung waren normal.

Ein weiterer Grund, Frauen von einer Schwangerschaft abzuraten war oftmals das Risiko MS an das Kind weiter zu vererben. Wenn Mutter oder Vater an MS erkrankt sind, liegt das Risiko bei knapp 4 %. Zum Vergleich, sind beide Elternteile gesund, liegt das Risiko bei 0,1 %. Sind beide Eltern erkrankt liegt das Risiko allerdings schon bei 20 %.

Da bei vielen Medikamenten gegen MS die Wirkung auf das Ungeborene nicht bekannt ist, wird generell von der Medikamenteneinnahme abgeraten. Auch während der Stillzeit ist es nicht ratsam Medikamente zu nehmen. Besprechen Sie dies aber in jedem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt.

Die Geburt verläuft in fast allen Fällen genauso wie bei gesunden Frauen.

Die Diagnose MS ist keinesfalls Grund, um auf den Kinderwunsch zu verzichten! In jedem Fall sollte eine Schwangerschaft sorgfältig geplant sein.

Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel hier.

16. August 2011

Chronische Erkrankungen bei Kinderwunsch

Unter chronischen Krankheiten versteht man, im Gegensatz zu akuten Krankheiten, solche Erkrankungen, die dauerhaft bestehen. Einige chronische Krankheiten, beispielsweise solche, die mit Übergewicht in Zusammenhang stehen, lassen sich vermeiden, andere nicht. Wer persönliche Risiken mindert, Warnsignale beachtet und rechzeitig medizinische Hilfe sucht, kann viele Erkrankungen frühzeitig behandeln lassen und so deren Symptome deutlich lindern. Es gibt verschiedene chronische Krankheiten, die die Fruchtbarkeit von Frau und Mann beeinträchtigen können. Einige können die Realisierung eines Kinderwunsches sogar unmöglich machen. So können die Basedowsche Erkrankung oder die Hashimoto Thyroiditis einen Eisprung verhindern. Ständige Lebererkrankungen und Nierenleiden bergen Unfruchtbarkeit als mögliche Folge, weil diese Krankheiten die Funktion der Hirnanhangdrüse beeinträchtigen. Bei anderen Erkrankungen wird die Fruchtbarkeit nicht durch die Krankheit selbst, sondern durch Medikamente beeinträchtigt, die eingesetzt werden müssen. Patienten mit Kinderwunsch sollten ihre Therapie daher schon frühzeitig mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Nicht wenige chronische Krankheiten können außerdem zu Komplikationen im Verlauf einer Schwangerschaft führen.

Glücklicherweise sind chronische Krankheiten bei Frauen im gebärfähigen Alter eher selten. Sie nehmen bei Männern und Frauen erst im Alter ab 45 bis 50 Jahren deutlich zu. Die häufigste chronische Krankheit bei Frauen zwischen 18 und 45 Jahren ist die Migräne(16%) gefolgt vom Eisenmangel mit 9%. Etwa 6% der Frauen haben eine Unterfunktion der Schilddrüse, weitere 2% eine Überfunktion.

Sie wollen mehr über chronische Erkrankungen erfahren, dann lesen Sie hier mehr auf unserer Internetseite.