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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. Juli 2012

Krebserkrankung und Familienplanung

Die Diagnose einer Krebserkrankung ist für jeden Betroffenen nicht leicht zu verkraften. Doch sobald nicht nur ein, sondern zwei Leben von der Krankheit betroffen sind, ist es noch viel schwieriger mit der Situation umzugehen.

Was ist bei einem Kinderwunsch während bzw. nach einer Krebserkrankung zu beachten?

Krebs während der Schwangerschaft ist eine seltene Diagnose, die nur ca. jede 1.000. Schwangere trifft. Generell steigt die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung mit steigendem Alter und in der heutigen Zeit steigt auch die Anzahl der Spätgebärenden immer mehr an. Somit kommt es immer öfter vor, dass die Aspekte Schwangerschaft und Krebserkrankung zusammentreffen.

Laut der Frauenklinik des Universitätsklinikums Heidelberg ist die Diagnose einer Krebserkrankung während einer Schwangerschaft erschwert, da zum einen Schwangerschaftsbeschwerden die Krebssymptome überlagern und zum anderen diagnostische Untersuchungen wie z.B. eine Computertomographie oder die Gabe von Kontrastmittel in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden dürfen. Im Falle einer solchen Diagnose sollten Sie jedoch nicht in Panik verfallen, da die Krebserkrankung in der Regel keine Gefahr für das ungeborene Kind birgt. Ferner bergen eher bestimmte Krebstherapien Gefahren für das Kind.

Generell ist es sehr wichtig, mit einer Ärztin/einem Arzt die Therapien individuell auf sich selbst, das Krebsstadium und das jeweilige Schwangerschaftsalter abzustimmen.

Die Chance einer erfolgreichen Behandlung von Krebserkrankungen ist heutzutage besser denn je und so kommt es immer häufiger vor, dass danach an Familienplanung gedacht wird. Generell wird gesagt, dass eine Karenzzeit von zwei Jahren zwischen Genesung und Schwangerschaft gegeben sein sollte. Dieser Erfahrungswert wurde ermittelt, da nach dieser Zeit meist ein Risiko für einen Rückfall verringert ist und auch die Patienten selbst die Krankheit bewältigt und verarbeitet haben.
Doch laut einer Studie im BMJ (2006; doi:10.1136/bmj.39035.667176.55) von australischen Forschern ist diese Karenzzeit auch nicht immer von Nöten. Besprechen Sie diese Thematik am besten mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Die Möglichkeit nach einer erfolgreichen Krebstherapie schwanger zu werden, wird zudem durch vielzählige Faktoren bestimmt: z. B. die Art der Erkrankung und der Behandlung (bestimmte Operationen, Chemotherapien, Bestrahlungen oder Hormontherapien können die Fruchtbarkeit von der Frau und dem Mann beeinträchtigen).

Jedoch nicht nur die generelle Möglichkeit einer Befruchtung beschäftigt die Betroffenen, sondern auch die mögliche Schädigung des Neugeborenen. „Steigt die Wahrscheinlichkeit, ein behindertes Kind zu bekommen? Wie sieht es mit dem späteren Krebsrisiko des Nachwuchses aus?“

All diese Ängste sind berechtigt und deswegen können sich Krebspatienten und deren Partner bei den „genetischen Beratungsstellen“ persönlich, ihrer jeweiligen Situation entsprechend, beraten lassen. Unter dem folgenden Link finden Sie Beratungsstellen in Ihrer Nähe www.gfhev.de

23. Juli 2012

Wie lange sollte man nach einem Embryotransfer liegen bleiben?

Betrachtet man die physikalischen Gegebenheiten auf unserer Erde würde es nahe liegen, Patienten nach der Insemination oder einem Embryotransfer, aber auch nach dem Geschlechtsverkehr bei Paaren mit Kinderwunsch, eine strenge Bettruhe für einige Stunden zu verordnen, damit die Samen möglichst viel Zeit haben um ungehindert zur Eizelle vordringen zu können.

Eine aktuelle Studie (veröffentlicht in der Zeitschrift Fertility & Sterility 2007;87:1322-1326), hat zwei Gruppen verglichen: 82 Patientinnen, die nach dem Embryotransfer 30 min. Bettruhe einhielten und 82 Patientinnen, die sofort aufstanden und nach Hause gingen. Die Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht. Im Gegenteil, Bettruhe wird sogar eher als Stressfaktor bzw. psychische Belastung empfunden und kann sich somit sogar negativ auf den Kinderwunsch auswirken.

Die Akteure des Endokrinologikum sehen sich in ihrer Praxis, die Frauen sofort wieder gehen zu lassen, damit bestätigt.

Sie als Paar brauchen sich also nicht zu wundern, wenn sie nach einer Behandlung in einem Fertilitätszentrum umgehend wieder in ihre gewohnte Umgebung und Tätigkeit eintauchen können.

16. Juli 2012

Einfluss von Aspirin bei Kinderwunsch

Seit vielen Jahren wird Frauen mit Kinderwunsch niedrig dosiertes Aspirin (Acetylsalicylsäure, ASS) verschrieben, um die Einnistung der Eizelle zu begünstigen. Man vermutet, dass die Gabe dieses Medikaments das Immunsystem und die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut verbessert. Über dieses Vorgehen herrscht jedoch Uneinigkeit und es gibt nur wenige Studien mit zum Teil widersprüchlichen Ergebnissen. 2004 wurde in Schweden zum Beispiel eine Studie veröffentlicht, die eine Verbesserung der Geburtenrate durch die Gabe von Aspirin zum Ergebnis hatte. Eine Meta-Analyse aus dem letzten Jahr, die im Human Reproduction Update veröffentlicht wurde, sagt jedoch aus, dass die Gabe von niedrig dosiertem Aspirin keinen Einfluss auf die Schwangerschaftsrate von Patientinnen mit ICSI- oder IVF-Behandlung hat. Damit bestätigt sie eine bereits durchgeführte Studie von 2007. Anhand dieser Ergebnisse wird empfohlen auf die routinemäßige Gabe zu verzichten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Einnahme von Aspirin einen negativen Effekt auf die Schwangerschaftsrate hat. In bestimmten Ausnahmefällen ist die Gabe von ASS gemeinsam mit Heparin weiterhin gängige Praxis.

9. Juli 2012

Schwanger werden nach einer Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt trifft die Paare völlig überraschend und unvorbereitet. Dieses Ereignis kommt in 15-20% der diagnostizierten Schwangerschaften vor. Mit steigender Schwangerschaftswoche nimmt die Wahrscheinlichkeit jedoch kontinuierlich ab.

Aus physischer Sicht ist eine erneute Schwangerschaft bereits im ersten Zyklus nach der Fehlgeburt möglich. Der Eisprung kann schon innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen nach dem Abort wieder stattfinden. Eine Studie der Universität von Aberdeen sagt sogar aus, dass eine Schwangerschaft, die in den ersten sechs Monaten nach eine Fehlgeburt eintritt, komplikationsfreier verläuft. Zusätzlich können eine gesunde Ernährung und Lebensweise von Mann und Frau dafür sorgen, dass eine Schwangerschaft schneller eintritt und gut verläuft.

Doch auch die Psyche hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Denn auch bei Fehlgeburten muss Trauerarbeit geleistet werden. Häufig müssen Paare erst den erlittenen Verlust verarbeiten, bevor sie erneut einen Versuch starten. Wichtig ist, dass man sich nicht unter Druck setzt und die seelischen Narben erst einmal verheilen lässt.

Scheuen Sie sich nicht im Falle einer Fehlgeburt eine psychosomatische Mitbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Auf den folgenden Internetseiten können Sie sich über eine professionelle Unterstützung informieren und haben auch die Möglichkeit sich mit betroffenen Frauen in den Foren auszutauschen.

www.maximilianprojekt.com
www.muschel.net

Weitere Informationen zum Thema Schwanger werden finden Sie im planBaby-Handbuch.