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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. April 2012

Der Granatapfel und seine Wirksamkeit

Der Granatapfel gilt als das Symbol der Fruchtbarkeit. Es gibt zahlreiche Studien, welche die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Frucht beweisen.

Der Granatapfel, auch Grenadine genannt, versorgt den menschlichen Körper mit Beta-Carotin, Vitamin E und C sowie Folsäure und ist deshalb ein hervorragender Vitamin- und Mineralstofflieferant. Er enthält ebenfalls Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Calcium, Natrium und Eisen. Die antioxidantive Wirkung ist dreimal höher als beim grünen Tee und Rotwein.

Auf Grund dieser zahlreichen Nährstoffe wirkt sich der Verzehr von Granatäpfeln positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und soll den Blutdruck senken sowie einen entzündungshemmenden Effekt besitzen. Bei Alterserkrankungen wie Demenz und Alzheimer kann laut Studien der Granatapfel ebenfalls helfen. Außerdem soll er die Prostata- und Brustkrebsentstehung hemmen. Nur ein Glas pro Tag soll bereits Wirksamkeit beim Tumorwachstum zeigen.

Neben diesen durchaus positiven Aspekten der Grenadine, gelten ihre Kerne auch als Zeichen der Fruchtbarkeit. Sie wird als Aphrodisiakum eingesetzt und soll verhelfen in Stimmung zu kommen. Ebenso sollen Phytoöstrogene den weiblichen Zyklus regulieren und somit die Fertilität steigern. Bei Männern wird die Durchblutung und Erektionsfähigkeit durch den Konsum vom Granatapfel erhöht.
Ist ein Baby geplant empfiehlt sich also der Verzehr von Granatäpfeln, aber auch wenn sich der Kinderwunsch bereits erfüllt hat und das Baby erwartet wird. Untersuchungen haben ergeben, dass die Einnahme von Granatäpfeln während der Schwangerschaft, zu einem erhöhten Schutz vor Gehirnschäden der Neugeborenen führt. Selbstverständlich sind auch alle oben genannten Nährstoffe, die in der Schwangerschaft durch die Mutter aufgenommen werden, hervorragend für die Entwicklung und Versorgung des ungeborenen Kindes. Im Iran, wo Granatäpfel am häufigsten produziert werden, sind diese in der Zeit der Schwangerschaft ein Muss.

Ein Hinweis für Sie: Wenn Sie bestimmte Medikamente einnehmen, ist es ratsam den Konsum von Granatäpfeln mit der Ärztin/dem Arzt abzuklären, da sie, zum Beispiel bei Medikamenten zur Bekämpfung von Bluthochdruck, eine Wechselwirkung haben können. Am Tag sollten Sie nicht mehr als 355 ml trinken und in der Schwangerschaft von der Granatapfelschale ablassen.

23. April 2012

Bewegung hilfreich bei Erfüllung des Kinderwunsches

Neben der Ernährung, ist Sport ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern.

Macht die Frau regelmäßig Sport ist sie empfänglicher. Aber warum? Durch Sport baut der Körper bekanntermaßen Fett ab. Besitzt eine Frau zu viel oder auch zu wenig Fett im Körper, kann der Hormonhaushalt durcheinandergebracht werden. Davon kann das Hormon Östrogen ebenfalls betroffen sein, welches eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Schwangerschaft spielt, da es unter anderem den Eisprung ermöglicht. Durch stetige Bewegung kann eine Frau ihr Körperfett regulieren und somit auch ihr Hormongleichgewicht und so eigenhändig zur Erfüllung des Kinderwunsches beitragen.

Allerdings sind es nicht nur die Frauen, bei denen Bewegung eine positive Wirkung hat. Bleibt eine Schwangerschaft aus, heißt es häufig bei den Männern, dass sie zu wenig Spermien produzieren oder die Spermien zu unbeweglich sind. Betreiben die Männer Sport, regt dies die Ausschüttung von Testosteron im Körper an. Das Hormon sorgt für die Steigerung der Lust, Potenz und Spermienproduktion.

Nun wissen wir, dass Sport zur Erfüllung des Kinderwunsches beiträgt, aber natürlich gleichermaßen die Chance auf mehr Zweisamkeit bietet. Gemeinsame Spaziergänge, einen Tanzkurs oder Radtouren mit den Freunden, fördert also nicht nur die Fruchtbarkeit.

16. April 2012

Messen der Basaltemperatur – Gezielt schwanger werden

Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist deutlich erhöht, wenn Paare an den fruchtbaren Tagen der Frau Geschlechtsverkehr haben. Dieser optimale Zeitraum umfasst den Eisprung und liegt ungefähr in der Mitte eines Menstruationszyklus. Der fruchtbare Zeitpunkt der Frau lässt sich mit Hilfe der messbaren Basaltemperatur herausfinden.

Was genau bedeutet Basaltemperatur? Das ist die niedrigste Temperatur im Körper und ist nach dem Schlafen, vor dem Aufstehen (!), festzustellen. Entscheidet sich ein Paar auf diese Weise dem Schwanger werden auf die Sprünge zu helfen, muss die Frau jeden morgen zur selben Zeit ihre Basaltemperatur mit Hilfe eines Thermometers messen. Wichtig ist, dass hierbei immer die genaue Körpertemperatur dokumentiert wird. So lässt sich ermitteln, wann die Frau ihren Eisprung hat und somit am fruchtbarsten ist. Man sollte mindestens sechs Stunden geschlafen haben und immer an der gleichen Stelle messen. Hierfür sind Rektum, Vagina oder Mund am besten geeignet. Die Messung in den Achselhöhlen ist nicht präzise genug. Durch das Eintragen in einen Zykluskalender ergibt sich nach einiger Zeit eine Temperaturkurve.

Kurze Zeit vor dem Eisprung sinkt die Temperatur, bevor sie dann um 0,3-0,6° ansteigt. Diese Erhöhung der Temperatur deutet auf den Eisprung der Frau hin. Danach bleibt die Temperatur ungefähr 12-14 Tage auf diesem Niveau, bis sie dann zum nächsten Eisprung wieder sinkt. Um den perfekten Zeitraum herauszufinden, ist es also wichtig einige Monate zu messen, um aus vorherigen Zyklen seinen Eisprung exakt bestimmen zu können.

Die Temperaturmethode hat den Vorteil, dass sie frei von Chemie und Hormonen zur Erfüllung des Kinderwunsches beiträgt und von Frau und Mann selbst in die Hand genommen werden kann. Allerdings setzt es viel Disziplin voraus und Schwankungen durch andere Einflüsse, wie Krankheiten, müssen beachtet werden.

Entscheiden Sie sich für die Messung der Basaltemperatur, um schneller schwanger zu werden, empfehlen wir Ihnen zur Beratung ihre Frauenärztin / ihren Frauenarzt aufzusuchen.

Mehr zur Temperaturmessung erfahren Sie im planBaby-Handbuch.

Download eines Zyklusblattes.

9. April 2012

Kündigung wegen Kinderwunsch?

2007 hatte eine Arzthelferin ihren Arbeitgeber verklagt, da er ihr aufgrund ihres Kinderwunsches gekündigt hatte. Die Klägerin teilte diesen Wunsch ihrem Chef bereits 2005 bei der Einstellung mit und begann 2006 eine Kinderwunschtherapie. Als der Angeklagte davon erfuhr, kündigte er seiner Angestellten aufgrund der zu erwartenden Fehlzeiten im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung.

In der ersten Instanz entschied das Arbeitsgericht Detmold, dass die Kündigung unwirksam aufgrund des Verstoßes des Diskriminierungsverbotes und des Maßregelungsverbotes sei (Az.: 3 Ca 1058/06). Das Kündigungsschutzgesetz nach §23 griff hier nicht, da in der besagten Praxis weniger als 10 Arbeitnehmer angestellt waren.

In der zweiten Instanz vor dem Landesarbeitsgerichts Hamm zog der Angeklagte dann seine Berufung zurück (Az.: 19 Sa 248/07), das Urteil vom Arbeitsgericht Detmold wurde somit rechtskräftig.

Generell ist es nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes unzulässig während eines Vorstellungsgespräches nach einer bereits bestehenden Schwangerschaft oder einem bestehenden Kinderwunsch zu fragen. Für eine gelogene Antwort auf diese Frage oder Schweigen, kann man rechtlich nicht belangt oder gekündigt werden.

2. April 2012

Erster Kinderwunschtag Berlin/Brandenburg – ein Fazit

Eine umfassende Informationsplattform geben und die Paare zur Diskussion sowie zum Austausch einladen, dies war das Ziel des am 24. & 25. April stattgefundenen ersten Kinderwunschtages Berlin Brandenburg, initiiert vom Fertility Center des DRK Krankenhauses Berlin Westend.

Trotz strahlendem Sonnenschein und um die 20°C warmen Temperaturen fanden rund 50 Paare allen Alters am Samstag und Sonntag den Weg ins Fertility Center. Herr Dr. Andreas Tandler-Schneider, leitender Arzt des Fertility Centers, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis „Einige von den 50 zuvor angemeldeten Paaren haben leider abgesagt, weil das Wetter schlicht und ergreifend zu schön ist. Verständlich! Trotz dessen sind die Vorträge gut besucht und die Paare sehr interessiert.“

Stündlich konnte man sich bei Führungen durch die Praxis mit den Räumlichkeiten vertraut machen, sich an den verschiedenen Ständen der Austeller wie bspw. der SEJ Samenbank Berlin, Orthomol oder des KinderWunsch e.V. sowie natürlich auch am Stand von planBaby ausführlich informieren und vor allem Kontakte knüpfen. In den Vorträgen ging es um Themen wie die Finanzierung der Kinderwunschbehandlung, alternative oder unterstützende Maßnahmen wie Akupunktur beim Kinderwunsch. Sehr viel Anklang fanden auch die Vorträge die sich mit der psychischen Betreuung der Männer und Frauen, die sich ein Kind wünschen, auseinandersetzten. “Im heutigen Computerzeitalter halten auch wir es noch immer für außerordentlich wichtig, im direkten Kontakt mit den Menschen zu stehen, Fragen zu beantworten oder einfach ein offenes Ohr zu haben.“, so Dr. Tandler-Schneider. Diese Meinung teilen nicht nur seine Kolleginnen/Kollegen, sondern auch wir vom planBaby-Team. Deshalb werden wir höchstwahrscheinlich auch das nächste Mal wieder dabei sein. Ein Termin steht zwar noch nicht fest, aber es steht im Raum den nächsten Kinderwunschtag vielleicht in den Herbst oder Winter zu verlegen, um noch mehr Paare begeistern zu können.

Weitere Informationen über das Fertility Center erhalten Sie auf der folgenden Homepage www.fertilitycenterberlin.de