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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. Januar 2012

Kinderwunsch-Behandlung im Ausland – In der Regel nur selten lohnend

Sie denken darüber nach, eine Kinderwunschbehandlung im Ausland durchführen zu lassen, weil die finanzielle Unterstützung Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr ausreicht? Anbieter aus den europäischen Nachbarländern werben mit Billigangeboten und hohen Erfolgsaussichten. Was sich dahinter verbirgt, beschreibt der folgende Artikel von der Medizin-Journalistin Renate Leinmüller:

Kinderwunsch-Behandlung im Ausland

23. Januar 2012

Engelwurz – Potenz- und Fruchtbarkeitssteigerung

Das Frauenkraut Angelika (Angelica archangelica), auch Engelwurz genannt, kommt aus der Pflanzenart der Doldenblütler. Von dieser „Arzneipflanze“ wird hauptsächlich die Wurzel verwendet, da diese die heilwirksamen ätherischen Öle und Bitterstoffe enthält. Diese wirken krampflösend sowie beruhigend auf den Magen und die inneren Organe.

Vor allem bei Menstruationsbeschwerden ist der Engelwurz eine große Hilfe, da er krampflösend und wohltuend auf den Unterleib wirkt. Auch werden Zubereitungen aus der Engelwurz bei leichten Magen- und Darmstörungen, Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit eingesetzt.

Auf Männer soll die Angelika-Wurzel übrigens eine Potenz- und Fruchtbarkeitssteigerung bewirken, weswegen sie auch eine wirksame Hilfe bei Kinderwunsch sein kann.

16. Januar 2012

Studie an der Universität Bonn: Reproduktionsärzte klären Paare nicht ausreichend über die psychischen Belastungen einer Kinderwunschbehandlung auf

Eine Studie der Ruhr Universität Bochum am Institut für Medizinische Ethik kommt zu dem Schluss, dass Reproduktionsmediziner nicht in ausreichendem Maß über mögliche psychische Belastungen einer künstlichen Befruchtung aufklären. Über Erfolgschancen und körperliche Risiken einer Kinderwunschbehandlung wird beispielsweise besser aufgeklärt als über etwaige emotionale Belastungen oder Risiken durch mögliche Mehrlingsschwangerschaften. Nur wenige Reproduktionsmediziner raten dazu erfolglose Therapien abzubrechen. Dieses sollte aber Bestandteil jeder ärztlichen Betreuung von Kinderwunschpaaren sein. Vor allem sollte frühzeitig und wiederholt auf die Probleme unrealistischer Erwartungen, überwältigender Kinderwünsche und Kontrollverluste hingewiesen werden. Eine begleitende psychosoziale Beratung sollte durchaus empfohlen und in Anspruch genommen werden, um Paare mit Kinderwunsch für die enormen psychischen Belastungen einer solchen Behandlung vorzubereiten und zu begleiten (vgl. Rauprich, O. 2011 in Imago Hominis, Band 18, Heft 3, S. 241).

9. Januar 2012

Diagnose Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, welche in Schüben verläuft. Bis zum heutigen Tag ist MS nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf kann durch Medikamente aber positiv beeinflusst werden. Die Diagnose erfolgt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, also in den fruchtbaren Jahren der Frau.

Ein ärztlicherseits lange Zeit übliches grundsätzliches Abraten von einer Schwangerschaft ist heute nicht mehr angemessen. Neue Studien haben gezeigt, dass sich eine Schwangerschaft kaum auf die Krankheit auswirkt. In weiteren Studien wurde sogar festgestellt, dass Frauen, die nach der MS Diagnose einen weniger schnell fortschreitenden Krankheitsverlauf hatten, als nicht schwangere Frauen. Zwar bleiben die Symptome nicht gänzlich aus, aber sie werden in den meisten Fällen auch nicht mehr. So wurde beobachtet, dass während der Schwangerschaft die Zahl der Schübe abnimmt. Im Durchschnitt hatten die untersuchten Frauen ca. 0,7 Schübe pro Jahr, während der Schwangerschaft ging die Zahl auf in etwa 0,2 Schübe pro Jahr zurück. Dafür erlitten die Frauen aber nach der Geburt mehr Schübe (ca. 1,2 pro Jahr). Dies stellt aber aus gesundheitlicher Sicht kein erhebliches Risiko dar und ist demnach kein Grund gänzlich von einer Schwangerschaft abzuraten.

Eine große Studie bei Schwangeren mit MS in Europa konnte zeigen, dass die Fehlbildungs- und Abortrate nicht höher ist als bei gesunden Frauen. Auch das Geburtsgewicht der Kinder und ihre weitere Entwicklung waren normal.

Ein weiterer Grund, Frauen von einer Schwangerschaft abzuraten war oftmals das Risiko MS an das Kind weiter zu vererben. Wenn Mutter oder Vater an MS erkrankt sind, liegt das Risiko bei knapp 4 %. Zum Vergleich, sind beide Elternteile gesund, liegt das Risiko bei 0,1 %. Sind beide Eltern erkrankt liegt das Risiko allerdings schon bei 20 %.

Da bei vielen Medikamenten gegen MS die Wirkung auf das Ungeborene nicht bekannt ist, wird generell von der Medikamenteneinnahme abgeraten. Auch während der Stillzeit ist es nicht ratsam Medikamente zu nehmen. Besprechen Sie dies aber in jedem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt.

Die Geburt verläuft in fast allen Fällen genauso wie bei gesunden Frauen.

Die Diagnose MS ist keinesfalls Grund, um auf den Kinderwunsch zu verzichten! In jedem Fall sollte eine Schwangerschaft sorgfältig geplant sein.

Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel hier.