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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


29. September 2011

Erkältungszeit Herbst!

Wenn es kälter wird, wird unser Immunsystem ineffektiver. Auch der Bluttransport wird verändert und die weißen Blutkörperchen kommen nicht mehr so schnell an einen möglichen Infektionsort.

Hier einige Tipps, wie Sie durch die nasskalte Zeit kommen:

  • Ziehen Sie sich warm an! Vor allem kalte Füße sind schlecht.
  • Reduzieren Sie den Zuckerkonsum! Zucker kann die Aktivitäten der weißen Blutkörperchen unterdrücken.
  • Schlafen Sie viel! Schlaf ist gut für die Erholung, die Schönheit und auch für das Immunsystem.
  • Wechselduschen! Durch die wechselnde Abfolge von kaltem und warmem Wasser werden die Gefäße trainiert.
  • Hände waschen! Bakterien und Viren können viele Stunden auf Oberflächen überleben. Und wenn Sie sich erkälten, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit über Erreger, die an den Händen haften.
  • Vitamin D ergänzen! Vitamin bildet der Körper bei Sonneneinstrahlung auf die Haut. Ohne Sonne, also kein Vitamin D.

Wenn Sie eine Schwangerschaft nicht ausschließen können, sollten Sie bei einer Erkältung auf Medikamente verzichten. Denn gerade in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist der Fötus sehr anfällig gegenüber inneren und äußeren Einflüssen. Versuchen Sie dann am besten bewährte Hausmittel (z.B. Zwiebelsaft, Inhalieren mit Salz, Heiße Hühnersuppe, Quark- oder Kartoffelwickel).

Weiterführende Links:

PlanBaby Programm

19. September 2011

Künstliche Befruchtung als Kassenleistung?

Ein unerfüllter Kinderwunsch liegt bei etwa 20-25% aller Paare vor. Jedes 6. bis 7. Paar bleibt ungewollt kinderlos. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht jedoch erst dann von Unfruchtbarkeit oder Sterilität, wenn bei einem Paar nach zwei Jahren regelmäßigen Geschlechtsverkehrs (mind. 2x pro Woche) keine Schwangerschaft eintritt. Wenn die Befruchtung auf natürlichem Wege fehlschlägt, hilft die hochspezialisierte Medizin mit der künstlichen Befruchtung.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Normalfall die Kosten für eine reproduktionsmedizinische Behandlung zu 50 Prozent. Das gilt sowohl für die Kosten der ärztlichen Leistung als auch für die erforderlichen Medikamente. Die Rechtsgrundlage stellt § 27a Sozialgesetzbuch V (SGB V) dar.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
+ Alternative Maßnahmen haben keine hinreichende Aussicht auf Erfolg, sind nicht durchführbar oder nicht zumutbar.
+ Das Kinderwunschpaar muss verheiratet sein und sie dürfen nur Ei- bzw. Samenzellen des Ehepartners verwendet werden.
+ Bei der Frau muss ein ausreichender Schutz gegen eine Rötelninfektion bestehen. Keiner der Ehepartner darf sexuell übertragbare Krankheiten wie Hepatitis B oder C im ansteckenden Stadium haben. Beide müssen HIV-negativ sein.
+ Bei keinem Partner darf eine gewollte Sterilisation vorliegen.
+ Vor Behandlungsbeginn muss der Krankenkasse ein Behandlungsplan zur Genehmigung vorgelegt werden.
+ Es muss der Nachweis einer Beratung über die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der IVF durch einen Arzt vorliegen, der die Behandlung nicht selbst durchführen wird (in der Regel der überweisende Gynäkologe).
+ Die Ehefrau muss zwischen 25 und 40, der Ehemann darf nicht über 50 Jahre alt sein

Werden die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, bezahlen die Krankenkassen die Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung zu 50 von Hundert:
+ bei der Insemination ohne Hormonstimulation bis zu achtmal
+ bei der Insemination nach hormoneller Stimulation bis zu dreimal
+ bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) bis zu dreimal
+ bei der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) bis zu dreimal.

Wenn Sie und Ihr Ehepartner unterschiedlich versichert sind, sollten Sie im Vorfeld mit den Krankenkassen klären, wie diese die Kostenübernahme für eine Therapie regeln wollen.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. einem Kinderwunschzentrum beraten!

8. September 2011

Vererbbare Krankheiten

Gleiche oder ähnliche körperliche Merkmale (z.B. das Aussehen, die Haar- und Augenfarbe, aber auch Krankheiten) können an die Kinder vererbt werden. Alle Paare, die sich ein Kind wünschen, sollten sich mit der Frage beschäftigen, ob in ihren Familien bestimmte Erkrankungen vorkommen oder sich häufen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von genetisch bedingten Erkrankungen, im Volksmund nennt man sie Erbkrankheiten.

Weltweit arbeiten viele Wissenschaftler daran, die möglichen genetischen Ursachen verschiedener Erkrankungen zu erforschen. Heutzutage kann man bereits etwa 500 genetische bedingte Erkrankungen mittels eines Gentests aufspüren.

Einige Paare sind verunsichert und befürchten, dass ihr ungeborenes Kind auch von einer dieser Krankheiten betroffen sein könnte. Bei Verdacht auf eine Erbkrankheit kann eine humangenetische Untersuchung Klarheit verschaffen, wobei Chromosomen auf zahlenmäßige und strukturelle Veränderungen überprüft werden. Die Untersuchung ist in den meisten Fällen bei der Risikoabschätzung in Bezug auf eine mögliche Vererbung der Krankheit sehr hilfreich. Bisher gibt es allerdings keine Suchtests, die alle bekannten Erbkrankheiten abdecken und mit denen die breite Bevölkerung sicher untersucht werden könnte.

Kindliche Fehlbildungen weisen eine Häufigkeit von 3 Prozent auf, wobei das Risiko steigt, wenn bereits früher Fehlbildungen in Familien auftraten. Sollten Sie zu einer Risikogruppe mit gehäuftem familiären Auftreten von Fehlbildungen gehören, sind vorbeugende Maßnahmen besonders wichtig, wie zum Beispiel die Einnahme von Folsäure vor der Schwangerschaft, denn im Normalfall kann so das Erkrankungsrisiko ihres Kindes auf unter 1 Prozent verringert werden.

Nicht nur seltene und lebensbedrohliche Krankheiten können von den Eltern auf das Kind vererbt werden, sondern auch weit verbreitete Krankheiten, wie zum Beispiel zu hoher Bluthochdruck. Bei vielen dieser Krankheiten liegen allerdings keine Erbkrankheiten im engeren Sinne vor, vielmehr erhöht sich lediglich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, wenn diese Krankheit in der Familie bereits häufiger aufgetreten ist.

Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserem planBaby Ratgeber:

PlanBaby Programm