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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


31. März 2011

Das Gesetz für die künstliche Befruchtung – Embryonenschutzgesetz

Für den in der Kinderwunschbehandlung tätigen Arzt gibt es ein wesentliches Gesetz, das Embryonenschutzgesetz. Dieses wurde 1990 neu aufgelegt, da insbesondere die ICSI-Methode einen neuen rechtlichen Rahmen erforderlich machte.

Als eines der strengsten Gesetze Europas wurde hier vieles verboten, was in anderen europäischen Ländern erlaubt ist. Beispielsweise die Präimplantationsdiagnostik (=genetische Untersuchung der Embryonen vor der Rückgabe), die Rückgabe von mehr als drei Embryonen, Einfrieren oder Weiterkultivieren von bereits geteilten Embryonen (=Zweizellern) sind bei uns verboten.

Nicht Bestandteil dieses Gesetzes ist der Faktor, dass ein Paar verheiratet sein muss. Dieses sehen aber die Richtlinien der Bundesärztekammer für eine Behandlung mit Reagenzglasbefruchtung vor.

Noch mehr zum Thema Gesetze und Richtlinien einer Kinderwunsch-Behandlung finden Sie auch im planBaby-Handbuch.

24. März 2011

Wo finden Sie ein Kinderwunschzentrum in Deutschland?

Manchmal gibt es auf dem Weg zum Wunschkind viel zu lernen und zu verstehen.

Wußten Sie es? In Deutschland ist ungefähr jede siebte Partnerschaft von Fruchtbarkeitsproblemen betroffen. Oftmals reicht eine Behandlung mit Medikamenten aus, bisweilen sind jedoch auch intensivere Behandlungen wie die In-vitro-Fertilisation (IVF) oder operative Behandlungen erforderlich, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen.

Für derartige Behandlungen gibt es in Deutschland verschiedene Kinderwunschzentren, die assistierte Reproduktionstechniken, wie beispielsweise eine IVF oder ICSI, anbieten können und dürfen. Eine IVF darf nur in den Kinderwunschzentren durchgeführt werden, denen zu diesem Zweck eine Genehmigung erteilt wurde. Zurzeit sind dies ca. 120 Kinderwunschzentren.

Auf der Seite www.deutsches-ivf-register.de können Sie geeignete Zentren in ihrer Nähe finden.

Bevor Paare aber mit einer Kinderwunschbehandlung beginnen, sollten sie sich bestimmte Fragen stellen:

1. Wissen wir, was uns erwartet?
2. Wie viele Versuche wollen wir machen?
3. Sind wir darauf vorbereitet, dass auch nach einem positiv ausgefallenen Schwangerschaftstest noch das Risiko auf eine Fehlgeburt besteht?
4. Wissen wir, wie unsere Aussichten auf Erfolg sind?

Zusätzlich ist natürlich auch der finanzielle Aspekt zu betrachten, denn die IVF ist eine teure Behandlung. Die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten nur eine 50%ige Deckung der Kosten für Behandlung und Medikamente. Die Kosten für einen IVF-Zyklus liegen im Durchschnitt bei ungefähr EUR 1500 – 2500.

Mehr Informationen zum Thema Kinderwunsch finden Sie in unserem planBaby-Ratgeber.

10. März 2011

Polkörperdiagnostik erkennt Chromosomenfehlverteilungen

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist als eine Form der Pränataldiagnostik seit dem Jahr 1990 verfügbar. So kann bei Paaren mit hohem Risiko für eine Erbkrankheit ein später Schwangerschaftsabbruch nach Pränataldiagnostik vermieden werden. In Deutschland kommt nur die sogenannte Polkörperdiagnostik (Sonderform der PID) zur Anwendung.

Diese erkennt Chromosomenfehlverteilungen in den Eizellen im Rahmen der künstlichen Befruchtung. Eizellen mit überzähligen oder fehlenden Chromosomen oder Chromosomenabschnitten werden dann von der Befruchtung ausgeschlossen.

Die Polkörperdiagnostik dient nur der Abklärung der in der Familie vorliegenden Genveränderung, ermöglicht aber keine Aussage zum Vorliegen einer Chromosomenstörung oder einer anderen Genveränderung des zukünftigen Embryo.

Die Kosten für die Durchführung der Untersuchung der Polkörper wird nicht als Regelleistung durch die Krankenversicherungen übernommen.

Bitte lassen Sie sich auch von Ihrem behandelnden Arzt beraten!

7. März 2011

Amalgamsanierung bei Kinderwunsch?

Leider gibt es keine gesicherten und verlässlichen Studien über die gesundheitlichen Risiken der Belastung durch Quecksilber/Amalgam, so dass ein sicherer Nachweis des gesundheitlichen Risikos bisher fehlt. Amalgam ist und bleibt umstritten!

Mit zeigender Zahl der Amalgamfüllungen zeigte sich jedoch eine steigende Quecksilberbelastung im Blut. Durch eine erhöhte Quecksilberbelastung sind Fertilitätsstörungen nicht völlig auszuschließen. Auch gibt es Hinweise auf eine erhöhte Zahl von Fehlgeburten unter hoher Quecksilberbelastung.

Aber es ist beim Thema Amalgamsanierung sehr wichtig abzuwägen, welches Risiko besteht. Denn eine derartige Behandlung ist neben hohen Kosten auch mit Schmerzen und während der Phase der Sanierung mit erhöhter Belastung durch Quecksilber verbunden. Denn gerade beim Austausch der Füllungen werden erhöhte Mengen des Stoffes frei.

Von den Kassen werden in der Regel nur die Kosten für Amalgamfüllungen übernommen. Kosten für eine Füllung (Kunststoff oder Keramik) darüber hinaus, müssen Sie selbst tragen!

Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse, sollten Sie eine Amalgamsanierung Ihrer Zähne nicht vornehmen lassen. Auch wenn Sie schwanger sind, sollten keine neuen Amalgamfüllungen gelegt werden, noch sollten vorhandene entfernt werden.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch im planBaby-Handbuch.