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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. Dezember 2009

Was passiert bei einer Kinderwunschbehandlung?

Zunächst wird von Ihrem Frauenarzt oder Frauenärztin zu einer Untersuchung geraten, mit deren Hilfe die Ursachen für die Unfruchtbarkeit festgestellt werden können. Mit Hilfe dieser Untersuchung wird ein sogenannter Stufenplan erstellt, wodurch mögliche Ursachen eingegrenzt und der richtige Therapieansatz gefunden werden kann.
Dieser Stufenplan ist untergliedert in 3 Phasen:

Phase I
Der Arzt oder die Ärztin führt eine Anamnese durch und erkundigt sich über die Vorgeschichte des Paares. Es werden außerdem gynäkologische Untersuchungen durchgeführt und die Frau beginnt ein Zyklusprotokoll zu führen. Anschließend werden Hormonanalysen und ein Postkoitaltest (gibt Informationen über die Überlebensfähigkeit der Spermien im Gebärmutterhalsschleim) durchgeführt.

Phase II
In der zweiten Phase wird ein Spermiogramm erstellt, dabei werden die Menge, die Anzahl, die Beweglichkeit und die Form der Spermien beurteilt.
Bei der Frau wird der Zyklus mittels Ultraschall überwacht. Außerdem werden verschiedene Hormonanalysen durchgeführt.

Phase III
Die dritte Phase wird notwendig, wenn das Spermiogramm aus der zweiten Phase ergeben hat, dass die Samenqualität des Mannes nur unzureichend oder dass die Eileiter der Frau verschlossen sind. Hierbei werden dann verschiedene Therapien empfohlen.

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23. Dezember 2009

Insemination

Eine Insemination ist das künstliche Einbringen des männlichen Samens in den Genitaltrakt der Frau durch einen dünnen beweglichen Katheter.

Unterschieden wird hierbei in verschiedene Formen dieser Therapie:

1. Kappeninsemination

Bei der Kappeninsemination werden die Spermien mit einer speziellen Kappe direkt vor dem Muttermund platziert, wobei die Spermien nach der Verflüssigung des Ejakulats in die Kappe gegeben werden, welche durch Erzeugung eines Unterdrucks an der Gebärmutter fixiert wird. Nach 1-2 Stunden wird die Kappe von der Frau selbständig entfernt.

2. Intrauterine lnsemination (IUI)

Die Spermien werden bei dieser Technik mit einem flexiblen Katheter direkt in die Gebärmutter eingespritzt. Dieser Vorgang ist kaum zu spüren. Der IUI wird meist mit einer Hormonbehandlung kombiniert.

3. Intratubare Insemination (ITI)

Bei dieser Methode werden die Spermien direkt in den Eileiter eingespritzt, damit sie einen kürzeren Weg zur Eizelle zurücklegen müssen. Die ITI gilt als Alternative zur IUI, bei einer geringen Anzahl von Spermien.

Bei einer Insemination spricht man nicht von einer künstlichen Befruchtung, sondern von einer assistierten Befruchtung. Inseminationen werden von gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland nur bei verheirateten Frauen bezuschusst.

17. Dezember 2009

Parodontitis und Kinderwunsch

Parodontitis ist die Bezeichnung für entzündliche Erkrankungen des Zahnbettes. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird und sich nicht mehr durch herkömmliche Zahnpflege (Zähneputzen und Mundspülung) beseitigen lässt. Falls man diese Ablagerungen nicht regelmäßig entfernt, entsteht Zahnstein, die durch Zahnärzte oder Dentalhygieniker entfernt werden müssen. Es entstehen immer tiefere Zahnfleischtaschen. In ihrer extremsten Form zerstört die Parodontitis die Fasern und Knochen des Zahnhalteapparats. Unbehandelt wird der Zahn immer lockerer und fällt schließlich aus.

Weitere Risikofaktoren können sein:

– Rauchen
– Stress
– Hormonstörungen
– Stoffwechselerkrankungen, z.B. Diabetis mellitus

Ein Zusammenhang zwischen einer Parodontitis und Fertilitätsstörung besteht nicht, jedoch ergab eine US-amerikanische Studie, dass eine unbehandelte Parondontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt um das Dreifache erhöht.

Deswegen ist eine gezielte zahnärztliche Behandlung wichtig, wenn eine Parodontitis besteht. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihre Zahnärztin/Zahnarzt konsultieren.

9. Dezember 2009

In-vitro-Maturation (IVM)

Kinderlose Paare, die einen Kinderwunsch haben, nehmen oft auch gesundheitliche Risiken in Kauf, um ihren Wunsch zu erfüllen. Die Behandlung mit hoch dosierten Hormonen vor der eigentlichen künstlichen Befruchtung ist für Frauen besonders belastend. Deshalb wurde die In-vitro-Maturation entwickelt, die ohne eine Hormontherapie auskommt und eine schonende Alternative zur sonst notwendigen hormonellen Stimulation dastellt.

Bei der IVM-Behandlung werden die Eizellen nach kurzer und niedrig dosierter Hormongabe im unreifen Stadium unter Vollnarkose und Ultraschallkontrolle direkt aus dem Eierstock entnommen. Die Eizellen reifen dann im Labor in einem Reagenzglas in einer speziellen Nährlösung und werden dann durch eine Samenzelle berfruchtet. Nach der Befruchtung bringt der Arzt den Embryo wieder in die Gebärmutter ein.

Schwangerschaftsraten sind allerdings bei der IVM noch niedriger als bei der IVF oder ICSI-Therapie.
Gegenwärtig ist diese Methode nur sinnvoll für Frauen, die prinzipiell eine Hormonbehandlung ablehnen und für Patientinnen < 37 Jahren, die durch ein PCO-Syndrom trotz angepasster Stimulation zu einem Überstimulationssyndrom neigen.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

2. Dezember 2009

Risiken einer Kinderwunschbehandlung

Auch wenn die verschiedenen Möglichkeiten einer Kinderwunschbehandlung ohne jeden Zweifel einen großen therapeutischen Fortschritt darstellen, sind auch Risiken damit verbunden, über die sich Mann und Frau schon vor Beginn der Behandlung im Klaren sein sollten.

Bei Schwangerschaften nach einer Kinderwunschbehandlung findet sich eine erhöhte Rate an unterschiedlichen Komplikationen. Diese sind häufig auf den hohen Anteil von Mehrlingsschwangerschaften zurückzuführen.

Zu den möglichen Komplikationen zählen aber auch:

– die Fehlgeburt (Die Fehlgeburtenrate beträgt nach einer Kinderwunschbehandlung ca. 20 bis 25 Prozent)
– die Zwillings- und Drillingsgeburten und ein dadurch erhöhtes Frühgeburtsrisiko
– die Fehlbildungen
– die Eileiterschwangerschaft
– die hormonelle Stimulation kann zu einer deutlichen Überfunktion der Eierstöcke führen
   (Ovarielles Hyperstimulationssyndrom)
– und sicher in vielen Fällen große psychische Belastungen durch die Maßnahmen selbst oder durch auftretende Komplikationen und Misserfolge der Behandlung

Doch auch Hormonbehandlungen können manchmal ernste Nebenwirkungen haben. Falls Sie eine Hormonbehandlung in Erwägung ziehen, sollten Sie sich gegebenenfalls durch einen Psychologen bzw. Psychotherapeuten begleitend beraten lassen.

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