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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


25. November 2009

ICSI (Indikationen für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

Die ICSI ist eine Behandlungsmethode, die verheirateten Paaren hilft, die wegen einer schlechten Spermienqualität kinderlos geblieben sind, schwanger zu werden. Sinnvoll kann eine ICSI auch sein, wenn bereits eine IVF fehlgeschlagen ist.

Bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion werden Samenzellen gewonnen und ein einzelnes Spermium unter dem Mikroskop in das Zytoplasma einer Eizelle eingespritzt. Für die Auswahl des Spermiums gelten die Kriterien Beweglichkeit und Funktionalität. Nachdem die Zellteilung stattgefunden hat, werden der Frau bis zu drei Embryonen wieder eingesetzt.

Die Wahrscheinlichkeit, durch die künstliche Befruchtung ICSI schwanger zu werden, liegt je nach Anzahl der zugeführten Eizellen und abhängig vom Alter der Frau zwischen 10 und 30 Prozent.

Private Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen alle Kosten für die ICSI-Therapien, wenn die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch bei dem Privatversicherten liegt. Gesetzliche Krankenkassen genehmigen in der Regel den Zuschuss für insgesamt drei Versuche.

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19. November 2009

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) oder Reagenzglasbefruchtung gilt als das bekannteste Verfahren in der Reproduktionsmedizin. Sie wird eingesetzt, wenn die Eileiter einer Frau verschlossen sind, eine unzureichende Spermienqualität vorliegt oder wenn bereits mehrere Inseminationen fehlgeschlagen sind.

Bei der Reagenzglasbefruchtung werden der Frau nach einer hormonellen Stimulation befruchtungsfähige Eizellen entnommen und vom Mann Sperma gewonnen. Anschließend werden Ei- und Samenzellen in einer Glasschale zusammengebracht und für ca. 24 Stunden in einen Wärmeschrank gestellt, der Körpertemperatur hat. Am ersten Tag nach der In-vitro-Fertilisation weiß man, ob eine Befruchtung stattgefunden hat. Einen weiteren Tag später zeigt sich, ob sich aus den befruchteten Eizellen Embryonen entwickelt haben. Bis zu drei befruchtete Eizellen werden dann zwei bis vier Tage später zurück in die Gebärmutter übertragen.

Eine Kinderwunschbehandlung stellt zweifellos einen großen therapeutischen Fortschritt dar. Sie beinhaltet aber auch Risiken, über die sich Frau und Mann im Voraus klar sein sollten.

Lassen Sie sich eingehend von Ihrer Frauenärztin oder von Ihrem Frauenarzt über die Möglichkeiten und Kosten von Kinderwunschbehandlungen beraten.

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11. November 2009

Fruchtbarkeit und Pille

Viele Frauen sorgen sich, dass eine jahrelange Einnahme der Anti-Baby-Pille ihren Hormonhaushalt nachhaltig durcheinander bringt und die Aussicht auf eine spätere Schwangerschaft mindert. So ist das aber meistens nicht.

Nach Absetzen der Pille tritt bei ca. 6 Prozent der Frauen die sogenannte Post-pill-Amenorrhoe auf, das Ausleiben der Menstruation, danach kommt es oft zu menstruellen Rhythmusstörungen.

Eine Schwangerschaft nach Absetzen der Pille kann sich auch verzögern, wenn Frauen die Pille früher wegen hormoneller Störungen( wie zum Beispiel Akne oder Periodenschmerzen) eingenommen haben. Diese Störungen treten mitunter nach Absetzen der Pille wieder auf und können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Auch Frauen, bei denen innerhalb der Familie z.B. Diabetes mellitus Typ II besteht, sollten zur Abklärung einen Zuckertest machen, da die Pille den Zuckerstoffwechsel beeinflussen kann.

Eine Studie der Universität Frankfurt zeigt, dass das Absetzen der Pille die Fruchtbarkeit nicht beeinträchtigt, da 613 der 652 beobachten Frauen mit Kinderwunsch, die die Pille absetzten, innerhalb weniger Zyklen ein Baby erwarteten.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt/Ärztin beraten.

4. November 2009

Cytomegalie Virus(CMV)

Cytomegalie ist eine Erkrankung, die durch das Humane-Zytomegalie-Virus (HZMV), ausgelöst wird. Sie ist die häufigste Infektionskrankheit bei schwangeren Frauen. Nach Expertenangaben sind in Deutschland jährlich ca. 1.900 Ungeborene betroffen, mindestens 700 davon erleiden Beeinträchtigungen.

Übertragen wird das Virus durch Sexualverkehr, aber auch Küssen mit einem Virusträger kann zur Ansteckung führen. Weiterhin kommt es zu Infektionen durch Kontakt mit infizierten Kindern.

Die Erstinfektion mit dem Virus verläuft in 99 % ohne oder nur mit geringen Krankheitssymptomen, so dass die Betroffenen häufig von der Infektion nichts bemerken. Während eine CMV-Infektion meist harmlos, oft ohne oder nur mit geringen, grippeähnlichen Beschwerden verläuft, gefährdet eine Erstinfektion in der Schwangerschaft das Ungeborene. Bedroht sind besonders Frauen ohne CVM-Antikörper, die engen Umgang mit Kleinkindern haben, weil diese häufig Überträger der Viren sind.

Deshalb ist es besser selbst die Initiative zu ergreifen und den Gynäkologen anzusprechen, denn eine einfache Blutuntersuchung schon vor der Schwangerschaft gibt Sicherheit.

Für normale gesunde Erwachsene ist das Virus in der Regel ungefährlich, jedoch in der Schwangerschaft für das ungeborene Kind kann es sogar lebensgefährlich sein.

Ein CMV-Test kostet ca. 15€ zzgl. Blutabnahme und Beratung und ist schon vor der Schwangerschaft sicher sinnvoll.

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