Zum Inhalt springen


- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


28. Oktober 2009

Calcium

Neben einer ausgewogenen Ernährung, die aus den genannten Anteilen von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten bestehen sollte, ist die Versorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mikronährstoffen sehr wichtig. Wer täglich fünf Portionen Obst, Gemüse und Salat zu sich nimmt, ist mit den meisten Mikronährstoffen ausreichend versorgt, aber das schaffen nur die wenigsten.

Calcium gehört neben Eisen, Jod und Folsäure vor der Schwangerschaft zu den wichtigsten Mikronährstoffen. Mit einem Körperbestand von 1-1,1 kg ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus. In Knochen und Zähnen befinden sich 99% des im Körper vorkommenden Calciums, da es wichtig für Stabilität der Knochen ist .Calcium ist zum Beispiel in Haselnüssen, Sonnenblumenkernen, Milch, Joghurt, Spinat und Brokkoli enthalten. Die empfohlene tägliche Menge für Frauen im gebärfähigen Alter beträgt 1000 Milligramm. Voraussetzungen dafür, dass Calcium aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin-D.

Lesen Sie mehr über wichtige Mikronährstoffe.

21. Oktober 2009

Unspezifischer Scheidenausfluss

Als Fluor Vaginalis bezeichnet man den normalen bzw. vermehrten Ausfluss aus der Scheide. Die Konsistenz und Menge des Scheidenausflusses verändert sich während des hormonellen Zyklus der Frau.

Kurz vor dem Eisprung, in der Zyklusmitte, wird mehr Sekret produziert, ebenso wie vor dem Einsetzen der Regelblutung. Kommt es zu einer Vermehrung oder zu einer ungewöhnlichen Veränderung des Ausflusses, dann können Infektionen durch unterschiedliche Erreger die Ursache sein. Die häufigsten Erkrankungen sind die bakterielle Scheidenentzündung, z. B. die bakterielle Vaginose.

Weitere Ursachen können eine Immunschwäche, Hormonmangel, z.B. in den Wechseljahren, allergische Reaktionen, Diabetis mellitus, Stress oder seelische Belastungen oder vergessene Tampons sein.

Auch Scheideninfektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen können Ausfluss verursachen, ebenso wie Tumore, Entzündungen oder Feigwarzen.

Wenn Sie vom Ausfluss betroffen sind, können Sie mit einem einfachen Selbsttest (FemIntim, NORAPHARM GmbH) zunächst klären, welche Ursachen dafür in Frage kommen können. Dieser Test in der Apotheke für ca. 13 Euro erhältlich.

Lesen Sie mehr auf unserer Homepage.

13. Oktober 2009

Humanes Papilloma Virus(HPV)

Humane Papillomviren sind Erreger, die Zellen der Haut- und/oder der Schleimhaut infizieren. Sie verursachen meistens keine Symptome. Die HPV-Infektion ist eine der häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektionen.

Bei einer Infektion kann es im Genitial- und Analbereich zu Feigwarzen oder gutartigen Tumoren führen.

Mittlerweile sind sie in mehr als 150 Typen eingeteilt. Einige der Typen gehören zu den gefährlichen High-risk Typen und können zu bösartigen Veränderungen im Genitialbereich führen, die sich zu echten Krebserkrankungen weiter entwickeln können. Jedes Jahr sterben in Deutschland knapp 1.700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, rund 6.500 Frauen erkranken neu. In 90% der Fälle ist der HPV-Virus die Ursache des Krebses.

Männer können sich ebenfalls mit HP-Viren anstecken, bei ihnen verläuft eine Erkrankung oft unbemerkt.

HPV kann auf das Kind übertragen werden, außerdem gibt es Hinweise, dass eine HPV Infektion in der Frühschwangerschaft zu vermehrten Fehlgeburten führt.

Eine HPV Infektion kann auf verschiedene Arten behandelt werden. Vor und in der Schwangerschaft zum Beispiel sollten bestehende Warzen durch Laser oder Vereisung entfernt werden.

Seit Ende 2006 gibt es auch die Impfung gegen die HP-Viren 16, 18, 6 und 11 zugelassen, die unter anderem Feigwarzen (HPV 6, 11) und Gebärmutterhalskrebs (HPV 16, 18) auslösen können.

Die effektivste Maßnahme, um sich vor einer HPV-Infektion zu schützen, ist ein Kondom beim Geschlechtsverkehr zu benutzen, vor allem bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern. Dieser Schutz reicht allerdings nicht immer bei HPV-Viren aus, da der Erreger hoch ansteckend und sehr verbreitet ist. Daher ist es kaum möglich sich hundertprozentig vor einer Infektion zu schützen.

Für Frauen mit Kinderwunsch – besonders in der Altersgruppe ab 30 Jahren, die in den letzten fünf Jahren mehr als zwei Sexualpartner hatten, ist ein HPV-Test sehr zu empfehlen. Die Kosten werden mit ca. 40€ geschätzt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber.

Lesen Sie mehr über Infektionskrankheiten.

7. Oktober 2009

Eisen

Es gibt zahlreiche Studien, die beweisen, das der Eintritt einer gewünschten Schwangerschaft vom Gesundheitszustand und dem Ernährungsverhalten abhängig ist und durch manche Änderungen des gewohnten Lebensstils beider Partner bereits vor Beginn der Schwangerschaft positiv beeinflusst werden kann.

Deshalb ist es wichtig schon vor der Schwangerschaft genügend Eisen zu sich zu nehmen, da Eisen eine Anämie (Blutarmut) verhindert. In der Schwangerschaft erhöht Eisenmangel das Risiko für Frühgeburten. Frauen, die schwanger sind, sollten im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen doppelt so viel Eisen zu sich nehmen. Der Tagesbedarf liegt bei 15 Milligramm und in der Schwangerschaft bei 30 Milligramm.

Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter haben einen erhöhten Bedarf für Eisen aufgrund von Menstruation. Besonders reichhaltig ist Eisen in Fleisch, Leber, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot enthalten. Die Eisenaufnahme durch Nahrungsmittel wird bei gleichzeitigem Verzehr von Milchprodukten, Kaffee oder schwarzem Tee von diesen gehemmt.

Obwohl die meisten Menschen genug oder zu wenig Eisen zu sich nehmen, kann es auch zu einer Überdosierung von Eisen kommen. Überschüssiges Eisen kann vom Körper nicht ausgeschieden werden, weshalb die übermäßige Aufnahme von Eisen nicht zu empfehlen ist. Bei einer Überdosierung kann es zu Nieren- und Leberschäden kommen.

Bevor Sie Zusatzpräparate einnehmen, sollten Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Lesen Sie mehr über wichtige Mikronährstoffe.