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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


30. September 2009

Folsäure

Frauen, die schwanger werden wollen, sollten Folsäure zu sich nehmen, da eine ausreichende Folsäureversorgung für die gesunde Entwicklung des Babys wichtig ist. Folsäure kann Fehlbildungen (spina bifida) des Ungeborenen verhindern und die Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch erhöhen. Ebenso ist das Risiko für Fehlgeburten erhöht.

Die empfohlene Tagesmenge von 400 Mikrogramm (bzw. 800 Mikrogramm bei Kinderwunsch und in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten) ist nur mit einer zusätzlichen Einnahme eines Folsäurepräparates erreichbar. Auch bei einer sehr gesundheitsbewussten Ernährung, werden die empfohlenen Mengen nicht erreicht.

Besonders bei Kinderwunsch sollten Sie frühzeitig ein geeignetes Präparat einnehmen. Denn das sogenannte Neuralrohr -die Vorstufe des zentralen Nervensystems beim Embryo- bildet sich bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen noch nicht einmal, dass sie schwanger sind. Daher sollten bereits Frauen mit Kinderwunsch, die nicht mehr gezielt verhüten, Folsäure einnehmen, um Fehlbildungen zu vermeiden. Folsäure ist in Hefe, Tomaten, Eiern, Nüssen, Sojasprossen, Kohl, grünem Blattgemüse (Salat, Spinat) und Orangen enthalten.

Sprechen Sie bei einem Kinderwunsch mit ihrer Frauenärztin über eine zusätzliche Folsäureeinnahme oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten!

Lesen mehr über wichtige Mikronährstoffe bei Kinderwunsch.

23. September 2009

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Erreger Toxoplasma gondii hervorgerufen wird und in der Regel harmlos verläuft.
Erfolgt die Erstinfektion jedoch während einer Schwangerschaft, kann das ungeborene Kind geschädigt werden.

Die Krankheit wird durch Tiere (besonders Katzen) beziehungsweise deren Exkremente und Körperflüssigkeiten, bei Kontakt mit Erde, bei Gartenarbeit, in der Landwirtschaft aber auch im Sandkasten übertragen. Toxoplasmose kann aber auch durch den Genuss von rohem beziehungsweise nicht vollständig durchgekochtem Fleisch oder Fisch übertragen werden.

Nach durchgemachter Toxoplasmose besteht jedoch eine lebenslange Immunität.

Eine Infektion mit dem Erreger lässt sich nicht sicher verhindern. Man kann aber die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erheblich verringern, wenn man folgende bestimmte Risikofaktoren meidet:

+ Genuss von rohem oder ungenügend gegartem Fleisch
+ Kontakt mit Katzenkot
+ Verzehr von ungenügend gewaschenes Gemüse und Obst

Essen Sie häufig rohes Fleisch oder rohen Fisch und haben Sie Katzen, sollten Sie unbedingt einen Toxoplasmosetest durchführen lassen, denn infiziert sich die werdende Mutter mit dem Erreger, kann es bspw. zu Schädigungen am Nervensystem des Kindes kommen. Auch das Risiko einer Fehl- oder Totgeburt steigt an.

Lesen Sie auf unserer Internetseite mehr über Infektionskrankheiten und Kinderwunsch.

17. September 2009

Harnwegsinfektionen und Blasenentzündung

Eine Harnwegsinfektion ist eine Entzündung der ableitenden Harnwege. Meist wird diese durch Bakterien, vor allem Darmbakterien hervorgerufen.

Insbesondere Frauen leiden an Harnwegsinfektionen, weil ihre Harnröhre deutlich kürzer ist, als die der Männer, wodurch Keime schneller in die Blase gelangen können. Hervorgerufen wird eine Infektion der Blase (bei Frauen) meist durch Geschlechtsverkehr oder Harnwegsinfekte. Symptome sind unter anderem Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, nächtliches Wasserlassen, Ausscheidung von eitrigem Harn aber auch Krämpfe der Harnblase.
Bei schweren Infektionen kann die Infektion über die Blase durch die Harnleiter in den Bereich des Nierenbeckens vordringen und dort zu einer Nierenbeckenentzündung führen.

Harnwegsinfektionen können Sie vorbeugen, indem Sie:

– viel trinken
– häufig Wasser lassen
– Unterleib und Füße warm halten
– nach dem Schwimmen trockene Kleidung anziehen
– nach dem Geschlechtsverkehr Wasser lassen
– keine übertrieben Intimhygiene betreiben

Lesen Sie mehr zu Infektionskrankheiten und Kinderwunsch.

10. September 2009

Hormone im Trinkwasser

In Deutschland ist die Fruchtbarkeit der Männer in den vergangenen 40 Jahren um ca. 70% gesunken. Dabei ist die Abnahme der Spermienzahl der Hauptgrund für die zunehmende Infertilität bei Männern. Dies wird besonders auf die Lebensweise des Mannes zurückgeführt, welche die Qualität des Spermas nachhaltig beeinflusst. Zum Beispiel spielen hierbei Faktoren wie Rauchen, Ernährung oder Alkohol eine große Rolle.

Darüber hinaus wird jedoch immer öfter diskutiert, dass Männer durch die ansteigende Dosis des Frauenhormons Östrogen im Trinkwasser auch unfruchtbar werden können. Die Östrogene gelangen über den Wasserkreislauf in den menschlichen Organismus. Diese Hormone sind im menschlichen Urin enthalten, jedoch vermehrt, wenn die Frauen die Anti-Baby-Pille nehmen. Die Frauen scheiden die überflüssigen Hormone über den Urin aus und so gelangen sie in die Kanalisation und dann mit dem Abwasser in die Klärwerke. Hier können die Wirkstoffe der Anti-Baby-Pille jedoch nicht ausreichend gefiltert werden, wodurch sie in das Trinkwasser gelangen. Die Männer nehmen diese ausgeschiedenen Östrogene dann über das Trinkwasser auf und haben dadurch zu viele weibliche Hormone in ihrem Körper. Das hat zur Folge, dass das Männerhormon Testosteron blockiert wird und damit die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird. Dadurch, dass immer mehr Frauen mit der Anti-Baby-Pille verhüten, nimmt auch der Östrogen-Gehalt im Wasser zu, was auch mit ein Grund sein kann für die vermehrte Unfruchtbarkeit bei Männern.

Nun soll dies jedoch keine Angst machen. In Deutschland wird sehr auf die Qualität de Trinkwasser geachtet. Durch eine umfangreiche Klärtechnik findet man die angesprochenen Hormone im Trinkwasser nur im Mikrogramm-Bereich. Weiterhin wird das Trinkwasser regelmäßig kontrolliert und auch verschiedene Aufbereitungsprozesse führen zu einer Reduktion des Hormon-Gehalts im Wasser.

Letztendlich muss man sich über dieses Thema jedoch bewusst werden und seine eigene Meinung bilden, um so zu entscheiden, wie vorsichtig man in diesem Bereich sein möchte. Man sollte nur bedenken, dass die im Trinkwasser enthaltenen Hormone auch schon auf Babys Auswirkungen haben können. Zum Beispiel, indem man Babynahrung mit Leitungswasser zubereitet oder Kleinkinder ausschließlich Leitungswasser trinken lässt. Erst wenn man besonders darauf achtet, wird einem bewusst, wie viel wir wirklich mit Leitungswasser zubereiten. Zum Beispiel auch beim Kochen von Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Ähnlichem. So sollte man im Allgemeinen darauf achten, dass man zumindest ein gutes Wasser trinkt. Hierzu gehört Wasser, das aus Tiefenbrunnen oder Quellen stammt.

Haben Sie weitere Fragen, dann besuchen Sie doch unsere Homepage.

2. September 2009

Listeriose

Die Listeriose ist eine seltene bakterielle Infektionskrankheit, die für gesunde Erwachsene unbedenklich ist, aber für Kleinkinder, Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen lebensgefährlich sein kann. Normalerweise verläuft die Listeriose nur unter dem Bild eines fieberhaften grippalen Infektes. Bei Schwangeren können die Bakterien jedoch das Kind befallen und eine Fehlgeburt, Totgeburt oder schwere Erkrankungen des Neugeborenen verursachen.

Die Listerien können über rohe Tierprodukte (Fleisch, Fisch, Milch) übertragen werden. Kochen, Braten, Pasteurisierung und Sterilisierung tötet die Bakterien ab. Die Listeriose-Keime sind unter anderem in Rohmilch und daraus hergestellten Produkten, an natürlich gedüngtem Gemüse und Salat gefunden worden. Um das Listeriose-Risiko zu verringern, sollten Menschen mit erhöhtem Listeriose-Risiko folgende Tipps beachten:

+ Waschen Sie Ihre Hände häufig.
+ Vermeiden Sie „Ansteckung“ zwischen rohen und gekochten Lebensmitteln.
+ Kochen Sie die Lebensmittel richtig (durch).
+ Vermeiden Sie Rohmilchprodukte.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt darüber hinaus:

+ Verbrauchen Sie vorgekochte bzw. halbfertige Lebensmittel so schnell wie möglich.
+ Reinigen Sie regelmäßig Ihren Kühlschrank.
+ Achten Sie darauf, dass es in Ihrem Kühlschrank immer kälter ist als 4° Celsius.

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