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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


26. August 2009

Scheidenpilze (Vaginalmykosen)

Der Scheidenpilz ist eine Entzündung der Scheide und der äußeren Geschlechtsorgane durch Pilze. Vaginalmykosen machen durch Juckreiz, Rötungen, Brennen und gelblich-weißen Ausfluss auf sich aufmerksam. Der Hauptverursacher ist Candida albicans.

Der Scheidenpilz ist keine sexuell übertragbare Krankheit im engeren Sinne, sondern hat verschiedene Ursachen: z.Bsp.

+ Veränderung des Hormonspiegels, z.B. Schwangerschaft, Einnahme der Antibabypille
+ geschwächtes Immunsystem
+ Diabetes
+ die Einnahme von Antibiotika
+ übertriebene Intimhygiene
+ starker Zuckerkonsum

Pilzinfektionen werden meist mit Antipilzmitteln, die es in Apotheken rezeptfrei zu haben gibt, behandelt. In der Schwangerschaft wird die Infektion vorzugsweise mit lokal anzuwendendem Imidazol behandelt. Auch der Partner sollte mitbehandelt werden.

 Um einer Scheidenpilzinfektion vorzubeugen, gibt es einige Tipps:

+ Intimbereich mit klaren Wasser waschen
+ beim Sex mit einem fremden Partner Kondome benutzen
+ auf enge synthetische Kleidung verzichten
+ in der Sauna immer auf ein Handtuch setzen
+ nicht zuviel Zucker essen und auf ballaststoffreiche Nahrung achten

Haben Sie weitere Fragen, dann besuchen Sie doch unsere Homepage.

19. August 2009

Herpes simplex

Unter Herpes versteht man eine Virusinfektion, die durch Herpes-simplex-Viren hervorgerufen wird. Die meisten Infektionen treten im Gesicht oder im Genitalbereich auf und machen sich durch Rötung und Gruppen von kleinen mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen bemerkbar. Herpes wird durch engen körperlichen Kontakt (Tröpfchen- oder Schmierinfektion) übertragen.

Da man sich schon beim einmaligen Kontakt mit einer erkrankten Person anstecken kann, tragen fast alle Menschen das Virus in sich. Durch verschiedene Reize (z.B. Sonnenstrahlung, eine zahnärztliche Behandlung, Fieber, Erkältungskrankheiten, Grippe, Stress, hormonelle Einflüsse, Nahrungsmittelallergien, eine gestörte Immunabwehr, z.B. bei schweren Erkrankungen oder nach Operationen, die die Immunabwehr schwächen) kann das Virus aktiv werden. In den meisten Fällen verläuft Herpes simplex komplikationslos. Eine Erstinfektion bleibt häufig unbemerkt. Da Herpes simplex nicht heilbar ist und lebenslang im Körper bleibt, kann es jedoch immer wieder zu Ausbrüchen kommen. D.h. eine Ansteckung durch Herpes-Viren bedeutet nicht, dass man in Zukunft geschützt ist, da Herpes in den meisten Fällen wieder auftritt.

Bei einer Erst- oder erneuten Infektion in der Schwangerschaft kann es zur Übertragung des Virus auf das Kind kommen. Vor allem das Immunsystem hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wiederauftreten von Herpes simplex. Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf sind deshalb empfehlenswert.

Bei weiteren Fragen lesen Sie mehr in unserem planBaby-Ratgeber

12. August 2009

Hepatitis

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Blutplasma, Sperma, Speichel oder Lebensmittel übertragen wird.

Unterschieden wird hierbei zwischen Hepatitis A, B, C, D und E. Bei uns sind die Typen A, B und C verbreitet, am häufigsten kommt die Hepatitis B vor. Etwa 1% der Bevölkerung ist mit diesem Virus infiziert.

Hepatitis A wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen und tritt meist als importierte Erkrankung nach einem Aufenthalt in Risikogebieten, wie Endemiegebieten (Regionen mit hoher Durchseuchung) auf. Eine Impfung gegen Hepatitis A ist zu empfehlen und kann gemeinsam mit der Impfung gegen Hepatitis B erfolgen.

Die Hepatitis B, auch Gelbsucht genannt, verursachte eine akute Leberentzündung mit langer Inkubationszeit. Die Übertragung kann durch Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Speichel (z.B. durch Sexualkontakt) erfolgen. Auch eine Übertragung während der Geburt von der Mutter auf das Kind ist möglich.

Die Gefahr einer chronischen Hepatitis ist besonders groß, wenn die Infektion im frühen Kindesalter erfolgt. Da es keine sicher zur Heilung führende Behandlung gibt, ist eine frühzeitige Impfung die einzige Möglichkeit, sich wirksam vor einer Hepatitis-B-Erkrankung zu schützen.

Die Hepatitis C ist durch die Hepatitis-C-Viren ausgelöste Infektionskrankheit beim Menschen. Sie wird in 80% der Fälle chronisch und kann zu schweren Leberschäden führen. Die Übertragung erfolgt über Blut. Eine Therapie ist in eingeschränkter Form möglich. Eine Impfung steht derzeit nicht zur Verfügung. Etwa zwei Drittel aller Infektionen verlaufen ohne Symptome, bei einem Drittel der Infizierten zeigen sich die klassischen Hepatitiszeichen wie die Gelbfärbung der Haut.

Der beste und letztlich einzig wirksame Schutz vor einer Hepatitis B ist die Impfung, die ab der Pubertät empfohlen wird. Auch vor Reisen in den Mittelmeerraum bzw. nach Südosteuropa sollten sich Frauen mit Kinderwunsch gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Denn erkrankt eine Schwangere an Hepatitis, erhöht sich das Risiko einer Früh- beziehungsweise einer Totgeburt.

Lesen Sie mehr über Infektionskrankheiten und Kinderwunsch.

 

5. August 2009

Bakterielle Vaginose

Unter bakterieller Vaginose versteht man die krankhafte Veränderung des Scheidenmillieus durch die verstärkte Besiedlung mit dem Bakterium Gardnerella vaginalis sowie anderer Keime. Diese bakterielle Infektion ist im eigentlichen Sinn keine sexuell übertragbare Krankheit – sondern eher ein Störung der Scheidenflora – allerdings wird die Erkrankung durch Geschlechtsverkehr begünstigt.

Es können im äußeren Scheidenbereich Juckreiz und Hautreizungen auftreten, andere Symptome können aber auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen sein. Eine bakterielle Vaginose erhöht die Wahrscheinlichkeit aufsteigender Infektionen und kann beispielsweise eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut oder Entzündungen der Eierleiter begünstigen. Aus diesem Grund sollte die bakterielle Vaginose in jedem Fall behandelt werden, da das zwar geringe, aber dennoch vorhandene Risiko besteht, dass die Infektion in die oberen Bereiche der Genitalregion aufsteigt. Der Partner muss in der Regel nicht mit behandelt werden.

Schwangere mit einer bakteriellen Vaginose haben ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Blasensprung oder eine Frühgeburt. Bakterielle Infektionen können aber auch zu Fertilitätsstörungen bei der Frau und beim Mann führen. Bestimmte Bakterien können die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigen.

Zum Nachweis der bakteriellen Vaginose kann ein Vaginalabstrich (Schleimhautprobe) entnommen werden. Dadurch lässt sich recht sicher eine bakterielle Vaginose diagnostizieren, diese wird in der Regel antibiotisch oder mit einem Jodpräparat bzw. einem Antiseptikum erfolgreich behandelt und heilt meist innerhalb weniger Tage aus. Direkt vorbeugen lässt sich bakterielle Vaginose nicht, da ihre Entstehung unter anderem durch Geschlechtsverkehr begünstigt wird. Um das Risiko einer Infektion zu verringern, können Kondome verwendet werden. Außerdem sollte auf eine übertriebene Vaginalhygiene verzichtet werden, da diese den pH-Wert der Scheide beeinflusst. Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt minimieren das Risiko einer Infektion.

 Lesen Sie mehr über Infektionskrankheiten und Kinderwunsch.