Zum Inhalt springen


- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


29. Juli 2009

Fehlbildungen

Jedes Jahr werden in Deutschland bei 50.000 Schwangerschaften Fehlbildungen des Kindes diagnostiziert, davon 21.000 mit schweren Fehlbildungen. Eine Fehlbildung ist eine entstandene oder angelegte Fehlgestaltung eines Organs, wobei hier auch mehrere Organe betroffen sein können. Fehlbildungen können spontan ohne erkennbare Ursache auftreten oder genetisch bedingt sein.

Viele Paare machen sich große Sorgen, dass ihr Kind geistig oder körperlich behindert sein könnte. Ursachen für Fehlbildungen können die Veränderung der Erbsubstanz oder äußere Einwirkungen sein. Die Medizin hat allerdings in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht, um bestimmt Krankheiten bereits in der Schwangerschaft zu erkennen. Zu den häufigsten Fehlbildungen gehören unter anderem die Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten, der offene Rücken (Spina bifida) oder das Down-Syndrom bzw. Trisomie 21(körperliche und geistige Behinderung).

Durch Ultraschall und neue Techniken zur Untersuchung der Erbanlagen beim ungeborenen Kind gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, bestimmte erblich bedingte Krankheiten zu erkennen (Pränataldiagnostik). Um mögliche Schädigung oder Erkrankung des ungeborenen Kindes zu erkennen, kann bspw. die Amniozentese (ab der 14. Schwangerschaftswoche) durchgeführt werden kann.

Es wird Frauen mit Kinderwunsch auf jeden Fall geraten täglich 800 Mikrogramm Folsäure zu sich zu nehmen. Wenn bereits einmal kindliche Fehlbildungen aufgetreten sind, ist eine stark erhöhte Dosis zu empfehlen.

Bei weiteren Fragen lesen Sie mehr in unserem planBaby-Ratgeber.

22. Juli 2009

Chronische Krankheiten

Unter chronischen Krankheiten versteht man, im Gegensatz zu akuten Krankheiten, solche Erkrankungen, die dauerhaft bestehen. Einige chronische Krankheiten, beispielsweise solche, die mit Übergewicht in Zusammenhang stehen, lassen sich vermeiden, andere nicht. Wer persönliche Risiken mindert, Warnsignale beachtet und rechzeitig medizinische Hilfe sucht, kann viele Erkrankungen frühzeitig behandeln lassen und so deren Symptome deutlich lindern. Es gibt verschiedene chronische Krankheiten, die die Fruchtbarkeit von Frau und Mann beeinträchtigen können. Einige können die Realisierung eines Kinderwunsches sogar unmöglich machen. So können die Basedowsche Erkrankung oder die Hashimoto Thyroiditis einen Eisprung verhindern. Ständige Lebererkrankungen und Nierenleiden bergen Unfruchtbarkeit als mögliche Folge, weil diese Krankheiten die Funktion der Hirnanhangdrüse beeinträchtigen. Bei anderen Erkrankungen wird die Fruchtbarkeit nicht durch die Krankheit selbst, sondern durch Medikamente beeinträchtigt, die eingesetzt werden müssen. Patienten mit Kinderwunsch sollten ihre Therapie daher schon frühzeitig mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Nicht wenige chronische Krankheiten können außerdem zu Komplikationen im Verlauf einer Schwangerschaft führen.

Glücklicherweise sind chronische Krankheiten bei Frauen im gebärfähigen Alter eher selten. Sie nehmen bei Männern und Frauen erst im Alter ab 45 bis 50 Jahren deutlich zu. Die häufigste chronische Krankheit bei Frauen zwischen 18 und 45 Jahren ist die Migräne(16%) gefolgt vom Eisenmangel mit 9%. Etwa 6% der Frauen haben eine Unterfunktion der Schilddrüse, weitere 2% eine Überfunktion.

Sie wollen mehr über chronische Erkrankungen erfahren, dann lesen Sie hier mehr auf unserer Internetseite.

15. Juli 2009

Die Zähne

Unsere Großmütter behaupteten noch, dass Mütter „Pro Kind einen Zahn“ verlieren, jedoch ist diese Faustregel in Zeiten modernerer zahnmedizinischer Versorgung passé. Einen Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und werdendem Leben sehen Mediziner dennoch. Allerdings wirkt sich eine Schwangerschaft nicht unbedingt negativ auf den Zustand der Zähne aus, vielmehr hat die Zahngesundheit einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit und den Verlauf einer Schwangerschaft. Hierbei stehen Parodontitis, eine Zahnfleischentzündung und Amalgamfüllungen im Mittelpunkt.

Frauen mit Kinderwunsch sollten rechtzeitig ihre Zahnärztin/ihren Zahnarzt konsultieren, dadurch können akute zahnärztliche Behandlungen, die mit Risiken wie Röntgen und der Einnahme von Medikamenten einhergehen, während der Schwangerschaft in der Regel weitgehend vermieden werden. Wenn eine Parodontitis besteht, ist eine gezielte zahnärztliche Behandlung besonders wichtig, da – wie aus Auswertungen der BabyCare-Daten hervorgeht – diese das Risiko für Frühgeburten um ca. 50% erhöhen. Auch eine zahnärztliche Untersuchung des Partners empfiehlt sich, da bei einer vorhandenen Parodontitisinfektion ein Ansteckungsrisiko besteht.

Zahnfüllungen mit Amalgam stellen die Hauptquelle der menschlichen Quecksilberbelastung dar. Eine hohe Quecksilberbelastung kann zu Fertilitätsstörungen und auch zu Fehlgeburten führen. Nach der derzeitigen Erkenntnislage sollten Sie eine Amalgamsanierung Ihrer Zähne jedoch nicht vornehmen lassen. Wenn Sie oder Ihr Partner Fertilitätsstörungen vermuten, können Sie gegebenenfalls eine Analyse des Quecksilbergehaltes im Blut oder Urin in Erwägung ziehen. Empfehlungen dazu erhalten Sie in der Auswertung Ihres planBaby-Fragebogens.

8. Juli 2009

Auswirkungen von Chemikalien

In fast allen Ländern der Erde sind Menschen heutzutage einer Vielzahl chemischer Verbindungen, wie zum Beispiel bei der Arbeit oder im Haushalt ausgesetzt. Einige Berufsgruppen müssen täglich mit ihnen arbeiten und ihre Dämpfe einatmen, aber auch wer in seiner Freizeit beispielsweise die Wohnung putzt, kommt mit Chemikalien in Berührung. Ob eine chemische Substanz einen Menschen, ein ungeborenes Kind oder menschliches Erbgut schädigt, ist von der Art der Stoffes, der Dauer der Belastung und Einwirkung sowie der jeweiligen Dosis abhängig.

Über die Gefahren für die Fertitlität durch Chemikalien gibt es keine wissenschaftlich gesicherte Aussage, da es schwierig ist, dies nachzuweisen. Den Nachweis von schädigenden Effekten von Chemikalien auf die Fruchtbarkeit ist schwer zu führen, da selbstverständlich keine experimentellen Studien an Menschen durchgeführt werden. Für das ungeborene Kind gilt, dass die schädlichen Wirkungen der Chemikalien nicht in allen Phasen einer Schwangerschaft gleich stark sind. Eine entscheidene Rolle spielt dabei, ob oder wie lange die Stoffe im Körper bleiben und ob sie von ihm gespeichert werden. Damit eine Gefährdung des Kindes durch Chemikalien ausgeschlossen wird, empfehlen wir Ihnen, dass Sie bei akutem Kinderwunsch besser den regelmäßigen Umgang mit Chemikalien meiden.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Welche Umweltgifte soll ich vermeiden?

1. Juli 2009

Gewicht und Kinderwunsch

Übergewicht ist eine Volkskrankheit, da etwa jeder dritte erwachsene Bürger übergewichtig ist. Von den Frauen im gebärfähigen Alter sind allerdings mehr als die Hälfte normalgewichtig, knapp 25 Prozent haben Übergewicht und etwa jede Fünfte hat Untergewicht.

Über- und Untergewicht führen zu hormonellen Veränderungen, die zu Störungen im menschlichen Reproduktionssystem führen. Der Testosteronspiegel beim Mann verringert sich, bei der Frau hingegen erhöht sich der Androgen- und der Östrogenspiegel. Zuviel Östrogen wirkt störend auf den Zyklus, ein zu hoher Androgenspiegel kann die Reifung des Follikels erschweren. Wer normalgewichtig ist, hat die besten Chancen schwanger zu werden. Eine Reduktion des Körpergewichts lohnt sich für übergewichtige Frauen, auch wenn sie dadurch kein Normalgewicht erreicht. Frauen, die 10 Prozent ihres Körpergewichts abnehmen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden deutlich. Frauen mit starkem Untergewicht sollten ihre Ernährung verbessern, um wenigstens in die Nähe des Normalgewichts zu gelangen. Eventuell vorliegende Essstörungen sollten ärztlich diagnostiziert und behandelt werden. Der Partner sollte ebenfalls auf sein Gewicht achten, da sich Übergewicht auch bei Männern negativ auf die Fertilität auswirken kann.

Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten eine Ernährunsgberatung sowie Ernährungskurse an. Fragen Sie einfach bei Ihrer Krankenkasse nach oder machen Sie hier bei uns Ihren Ernährungscheck.