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- Wenn Paar Eltern werden wollen – Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft


27. Mai 2009

Stress und Kinderwunsch

Stress ist eine ganz natürliche Reaktion auf alle möglichen Umweltreize. Ohne ihr Reaktionsvermögen auf Geräusche, Gerüche und optische Signale wären Menschen und Tiere nicht überlebensfähig. Denn bei Stress werden bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet und es werden verschiedenste körperliche Reaktionen angestoßen (schnellerer Herzschlag, bessere Versorgung des Gehirns und der Lunge mit Sauerstoff etc.). Normalerweise ist das nichts Schlechtes. Problematisch wird es erst, wenn dieser Zustand – STRESS – anhält. Andauernde Belastungen, d.h. andauernder Stress kann sogar dramatische Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.

Wer unter starkem Stress steht bzw. den Kopf voller Sorgen hat, hat in der Regel nur wenig Lust auf Sex. Die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern und Frauen lässt unter starker Anspannung nach. Kinderwunsch und Stress vertragen sich also nicht!

Unklar ist, welchen Einfluss starker Stress bei Frauen auf die Fruchtbarkeit hat. In einigen Untersuchungen konnte ein Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeit und Stress aufgezeigt werden, andere Studien zeigen widerum keinen Zusammenhang. Die epidemiologische Analyse der BabyCare-Daten zeigt beispielsweise, dass sich das Frühgeburtsrisiko unter starkem Stress erhöht. Aber: Einen deutlich positiven Einfluss auf den Eintritt einer Schwangerschaft hat jedoch der Einsatz von stressreduzierenden Maßnahmen bei Frauen, die sich einer In-vitro-Fertilisation unterzogen hatten. Es macht also in jedem Fall Sinn, Entspannungsmethoden und -techniken (wie Autogenes Training, Yoga, TrophoTraining, Progressive Muskelentspannung) zu lernen und einzusetzen, um die Chancen für den Eintritt einer Schwangerschaft zu verbessern. Es gibt verschiedene Krankenkassen, die Programme zur Entspannung und zum Stressabbau anbieten. Fragen Sie doch auch einmal bei Ihrer Krankenkasse nach. Auch ein kleines Sportprogramm kann helfen, Stress abzubauen.

Mehr zum Thema Stress oder Stressabbau finden Sie im planBaby-Buch. So können sich Paare mit Kinderwunsch genau informieren, was auf sie zukommen, vor allem aber was getan werden kann, um die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Problemen zum Teil deutlich zu verringern.

Weiterführende Links:

PlanBaby Programm
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20. Mai 2009

Allergie und Kinderwunsch

Allergische Erkrankungen nehmen in den Industrieländern weltweit zu. Als Ursache wird untern anderem die zunehmende Belastung mit Chemikalien und Schadstoffen diskutiert. Allerdings gibt es vermutlich auch eine erbliche Komponente, da die Krankheiten in vielen Familien gehäuft auftreten.

Bei allergischen Erkrankungen reagiert unser Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern gegen bestimmte Stoffe. Der Körper bzw. einzelne Organe sind nun gegen diese „überempfindlich“, wenn ein erneuter Kontakt stattfindet. Allergien können sich in einer Vielzahl von Krankheitsbildern äußern.

Frauen mit allergischen Erkrankungen und vor allem Frauen mit Asthma, die eine Schwangerschaft planen, wird empfohlen, sich bereits vor Eintritt der Schwangerschaft mit ihrem Arzt über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Therapie bei einer eingetretenen Schwangerschaft zu besprechen. Bei Asthma und gleichzeitig bestehenden Übergewicht sollte vor dem Eintritt der Schwangerschaft eine Gewichtsreduktion versucht werden.

Die Wahrscheinlichkeit für eine allergische Erkrankung des Kindes steigt mit der Zahl der Betroffenen in der Familie von ca. 2 Prozent, wenn Paare keine Allergie haben, auf 10 Prozent, wenn beide davon betroffen sind.

 Weiterführende Links:

PlanBaby Programm

13. Mai 2009

Sport und Kinderwunsch

Bewegung und sportliche Aktivitäten wirken sich positiv auf den Gesundheitszustand und das allgemeine Wohlbefinden aus. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, schätzen ihren Gesundheitszustand und ihre Lebenszufriedenheit deutlich besser ein als Sportmuffel. Besonders aufgeholt haben die Frauen, bei denen der Anteil der wöchentlich Sport treibenden von 23 Prozent auf 30 Prozent zugenommen hat. Nach wie vor gibt es aber viele, die keinen Sport treiben.

Vor dem Eintritt einer Schwangerschaft gibt es beim Sport keinerlei Einschränkungen, wobei natürlich jede Sportart immer im Rahmen Ihrer persönlichen Fitness und Leistungsfähigkeit ausgeübt werden sollte. Wenn Sie bisher keinerlei Sport betrieben haben und damit anfangen wollten, sollten Sie sich ärztlich beraten lassen.

Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und Fruchtbarkeit ist immer noch unbeantwortet, die wissenschaftliche Datenlage ist recht unklar und bedarf weiterer Überprüfungen. Sicher ist aber, dass Ausdauer- und Hochleistungssport bei Männern und Frauen die Fertilität und die Spermienqualität mindert.

Sport wirkt auf nahezu alle Krankheiten risikosenkend. Durch regelmäßigen Sport können Stressfolgen abgebaut werden, die Lebensfreude und die Lebensqualität werden erhöht. Die allgemeine Befindlichkeit verbessert sich. Das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein steigen. Die vielen positiven Wirkungen wiegen die gesundheitlichen Risiken durch Sportverletzungen zweifellos auf.

Frauen und Männer, die sportlich sehr aktiv sind, sollten auch weiterhin Sport treiben, dabei aber ggf. die Intensität verringern. Frauen und Männer, die bisher keinen Sport getrieben haben, kann auf einer wissenschaftlich gesicherten Grundlage keine Empfehlung zu mehr Sport im Hinblick auf eine Erhöhung der Fruchtbarkeit gegeben werden. Aufgrund der gesundheitsfördernden Effekte von Sport, sollten Sie dennoch ein kleines Sportprogramm beginnen.

 Weiterführende Links:

PlanBaby Programm
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6. Mai 2009

Schwanger werden bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme

Wenn Paare Eltern werden wollen und gleichzeitig chronische Krankheiten vorliegen, bei denen regelmäßig eine Medikamenteneinnahme erforderlich ist, muss einiges beachtet werden.

Manche Medikamente haben einen negativen Einfluss auf die Libido, die Erektions- und Ejakulationsfähigkeit, was bedeutet, dass der betroffene Partner möglicherweise wenig Lust auf Sex hat. Dies trifft auf einige Präparate gegen Bluthochdruck sowie einige Krebsmittel zu.

Bestimmte Medikamente, z.B. einige Antibiotika, Opiate und einige Mittel gegen Epilepsie können die Qualität der Spermien beeinträchtigen.

Besonders wichtig ist, dass Frauen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme mit ihrem betreuenden Arzt klären, ob sie schwanger werden dürfen. Denn nicht wenige Medikamente haben eine schädigende Wirkung auf den Embryo. Das gegen rheumatische Erkrankungen eingesetzte Mittel Methotrexat (MTX) darf weder von der Frau noch vom Mann verwendet werden, wenn Kinderwunsch besteht. Die Karenzzeit beträgt drei Monate nach der letzten Verwendung.

Das planBaby-Handbuch enthält Listen, bei welchen Medikamenten bzw. Präparategruppen Probleme mit dem „Schwanger werden“ auftreten können.

Weiterführende Links:

PlanBaby Programm
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